Polizei warnt vor Kettentrick: Zwei Seniorinnen im Burgenlandkreis bestohlen
Die Polizei im Burgenlandkreis hat eine dringende Warnung vor einer speziellen Betrugsmasche ausgesprochen, die als sogenannter Kettentrick bekannt ist. Bei dieser Methode werden gezielt ältere Menschen angesprochen und um wertvollen Schmuck, insbesondere Goldketten, gebracht. Inzwischen sind zwei konkrete Fälle in der Region bekannt geworden, die die Polizei veranlasst haben, die Öffentlichkeit zu informieren und vor den Tätern zu warnen.
Die Vorfälle in Lützen und Weißenfels
Der erste Vorfall ereignete sich in Lützen, wo eine 82-jährige Seniorin von einer jüngeren Frau in gebrochenem Deutsch angesprochen wurde. Die Täterin erzählte zusammenhanglos von ihrer Mutter, die angeblich im Krankenhaus liege. Unter dem Vorwand der Dankbarkeit suchte sie körperliche Nähe, umarmte die Geschädigte und stieg anschließend als Beifahrerin in ein graues Fahrzeug, bevor sie verschwand. Erst später bemerkte die Seniorin, dass ihre wertvolle goldene Halskette fehlte.
Ein weiterer Fall wurde in Weißenfels in der Burgwerbener Straße gemeldet. Hier näherte sich einer 85-jährigen Fußgängerin ein grauer Pkw, aus dem eine Frau ausstieg. Auch sie sprach in gebrochenem Deutsch und fragte nach dem Weg zum Krankenhaus. Aus Dank für die Wegbeschreibung drückte die Diebin ihr Opfer und überreichte ihr eine minderwertige Kette als Geschenk. Während dieser Geste gelang es der Täterin, unbemerkt die wertvolle Goldkette der Seniorin zu stehlen.
Details zur Betrugsmasche und Polizeihinweise
Bei dem Kettentrick handelt es sich um eine ausgeklügelte Betrugsmasche, bei der Tätergruppen ältere Menschen ins Visier nehmen. Die Vorgehensweise ist stets ähnlich: Unter einem Vorwand, oft verbunden mit einer erfundenen Geschichte über Krankenhausaufenthalte, wird das Vertrauen der Opfer gewonnen. Durch körperliche Nähe, wie Umarmungen oder Dankesgesten, lenken die Täter ab und nutzen den Moment, um wertvollen Schmuck zu entwenden.
Die Polizei betont, dass diese Vorfälle besonders heimtückisch sind, da sie das Mitgefühl und die Hilfsbereitschaft der Seniorinnen ausnutzen. Es wird dringend empfohlen, bei ungewöhnlichen Ansprachen durch Fremde besonders vorsichtig zu sein und keine wertvollen Gegenstände offen zur Schau zu stellen. Zeugen oder Betroffene werden gebeten, sich umgehend bei der Polizei zu melden, um weitere Taten zu verhindern.
Die Ermittlungen zu den beiden bekannten Fällen laufen derzeit, und die Polizei sucht nach Hinweisen, die zur Identifizierung der Täter führen könnten. Insbesondere die Beschreibung der grauen Fahrzeuge und der Personen könnte dabei helfen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.



