Um es gleich vorweg zu sagen: Nein, dieser Kommentar richtet sich nicht gegen Raucher im Allgemeinen oder gegen das Rauchen. Ich habe selbst viele Jahre geraucht. Und auch wenn ich jetzt seit fünf Jahren rauchfrei bin, bin ich deshalb nicht wie viele ehemalige Raucher zum militanten Antiraucher mutiert. Nein, dieser Kommentar richtet sich gegen unvernünftige Menschen, die sich verantwortungslos verhalten, indem sie ihre abgerauchten Zigarettenkippen einfach auf die Straße schmeißen oder im Strandsand ausdrücken, wo andere Urlaub machen.
Kippen hochgradig umweltschädlich
Seinen Abfall achtlos im öffentlichen Raum zu entsorgen, indem wir uns alle bewegen und zusammenleben müssen, ist frech. Da ist es zunächst egal, ob es sich um Verpackungsmüll oder Zigarettenstummel handelt. Bei den Kippen kommt aber hinzu, dass sie hochgradig umweltschädlich sind. Zigarettenstummel verrotten nicht biologisch, sondern zerfallen mehrere Jahrzehnte lang zu Mikroplastik. Ich gebe zu, dass es sich dabei auch bei mir um einen langen Lernprozess gehandelt hat.
Mehr Sammler gefordert
Der jetzige Vorstoß zur Reduzierung von Rauchermüll im öffentlichen Raum von einigen Parteien in der Rostocker Bürgerschaft ist zu begrüßen, ebenso wie die Anschaffung weiterer Zigarettenstummel-Sammler. Allerdings werden die avisierten 20 Sammler nicht ausreichen, um das Problem effektiv zu bekämpfen. Die Kommunalpolitiker sollten auf Experten wie Marcel Knaak von Rostock Müllfrei hören, damit ihre Forderung nicht im öffentlichen Raum verdampft.
Es ist an der Zeit, dass wir alle Verantwortung übernehmen – Raucher und Nichtraucher gleichermaßen. Denn jeder von uns kann dazu beitragen, unsere Umwelt sauber zu halten. Die Stadt Rostock sollte hier mit gutem Beispiel vorangehen und mehr Sammler aufstellen, aber auch Aufklärungsarbeit leisten. Nur so können wir das Problem der achtlos weggeworfenen Zigarettenstummel nachhaltig lösen.



