Kryptobetrug in Dessau-Roßlau: Falscher Steuerbescheid aus UK führt zu fünfstelligem Verlust
Kryptobetrug in Dessau-Roßlau: Falscher UK-Steuerbescheid

Kryptobetrüger erbeuten in Dessau-Roßlau fünfstellige Summe durch gefälschten UK-Steuerbescheid

Die Hoffnung auf schnelle Gewinne mit Kryptowährungen verleitet immer wieder Menschen zu leichtsinnigen Entscheidungen – mit teils verheerenden finanziellen Folgen. Ein aktueller Fall aus Dessau-Roßlau zeigt, wie raffinierte Betrüger dabei vorgehen und ihre Opfer um zehntausende Euro bringen.

Anzeige wegen Betrugs nach Kontaktabbruch und gefälschten Steuerforderungen

Zwei Geschädigte aus Dessau-Roßlau haben jetzt im örtlichen Polizeirevier Anzeige erstattet, nachdem sie Opfer einer ausgeklügelten Kryptobetrugsmasche geworden sind. Den Angaben der Betroffenen zufolge nahmen beide Ende Oktober 2025 nach einem Hinweis durch ihren Versicherungsvertreter Kontakt zu einem angeblichen Bankvertreter über einen Messenger-Dienst auf.

In der anfänglichen Kommunikation wirkte alles vertrauenswürdig: Die Betrüger präsentierten sich als seriöse Finanzexperten und lockten mit verlockenden Renditeversprechen. Die Geschädigten überwiesen daraufhin insgesamt 10.000 Euro auf ein angegebenes Bankkonto. Doch kurz nach der Überweisung brach der Kontakt abrupt ab – ein erstes Alarmsignal, das jedoch zunächst ignoriert wurde.

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Gefälschter Steuerbescheid aus Großbritannien als Teil der Betrugsmasche

Anfang des Jahres 2026 meldete sich dann plötzlich ein vermeintlicher Mitarbeiter einer Krypto-Handelsplattform bei den Betroffenen. Dieser berichtete von einem deutlichen Plus der Kapitalanlage und behauptete, die ursprüngliche Investition habe sich bereits vermehrt. Allerdings sei es nun notwendig, zusätzliche Kryptowährungen im Wert von 5.900 Euro zu erwerben, um den angeblich erzielten Gewinn auf ein deutsches Konto transferieren zu können.

Die Dessau-Roßlauer folgten dieser Aufforderung und investierten erneut. Kurz darauf erhielten sie einen offiziell wirkenden Steuerbescheid aus dem Vereinigten Königreich, der sie zu einer Steuerzahlung von umgerechnet über 10.000 Euro aufforderte. Das Dokument wirkte täuschend echt und verstärkte den Druck auf die Geschädigten.

Fünfstelliger finanzieller Verlust ohne jeglichen Gewinn

Insgesamt haben beide Betroffene nun einen finanziellen Verlust im mittleren fünfstelligen Bereich erlitten – ohne jemals ihren versprochenen „Gewinn“ erhalten zu haben. Die Polizei Dessau-Roßlau bestätigt, dass es sich bei dem Steuerbescheid aus Großbritannien um eine Fälschung handelt und die gesamte Kommunikation von professionellen Betrügern inszeniert wurde.

Die Ermittlungen laufen unter dem Stichwort Anzeige wegen Betruges. Die Kriminalpolizei warnt vor solchen Masche und rät zur besonderen Vorsicht bei unerwarteten Kontaktaufnahmen durch angebliche Finanzberater, insbesondere wenn diese über Messenger-Dienste oder soziale Medien erfolgen.

Dieser Fall zeigt erneut, wie wichtig Skepsis und gründliche Prüfung bei vermeintlichen Investmentangeboten sind – besonders im volatilen Bereich der Kryptowährungen, wo Betrüger immer neue Methoden entwickeln, um ahnungslose Anleger auszunehmen.

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