Lebenslange Haft für Hochzeitsmord: Ex erschießt Brautvater vor 600 Gästen
Was als fröhliche Feier begann, endete in einer schrecklichen Tragödie. Bei einer Hochzeitsfeier in Fürth wurde der Vater der Braut vor den Augen von 600 Gästen niedergeschossen – von dem Ex-Verlobten seiner Tochter. Das Landgericht Nürnberg verurteilte den Täter nun zu lebenslanger Haft.
Bluttat auf der Hochzeitsfeier
Die schockierende Tat ereignete sich im März 2025 in Fürth in Bayern. Der 27-jährige Franzose Isac C. feuerte sechsmal auf den 47-jährigen Petrisor R., den Vater seiner früheren Verlobten. Das Opfer wurde von hinten getroffen und hatte keine Chance. „Er wurde von dem Angriff überrascht“, erklärte der Vorsitzende Richter Gregor Zaar während des Prozesses. Petrisor R. erlag kurz darauf seinen Verletzungen im Krankenhaus.
Flucht und Verurteilung
Nach der tödlichen Tat floh der Täter zunächst nach Frankreich, wo er sich später der Polizei stellte. Vor dem Landgericht Nürnberg räumte der 27-Jährige zwar die Schüsse ein, schwieg jedoch zu den genauen Hintergründen. Das Gericht geht davon aus, dass verletzte Familienehre und ein langjähriger Streit um Geldforderungen zwischen den beiden Familien das Motiv bildeten.
Jahrelanger Familienkonflikt eskaliert
Die Vorgeschichte reicht mehrere Jahre zurück. Nachdem sich C.s Verlobte von ihm getrennt hatte und nach Deutschland zurückgekehrt war, eskalierte der Konflikt zwischen den Familien. Über Jahre hinweg beleidigten sie sich gegenseitig und es wurden sogar Todesdrohungen ausgesprochen, wie Richter Zaar im Prozess darlegte. Als die Ex-Verlobte schließlich in Bayern einen anderen Mann heiraten wollte, tauchte C. unerwartet auf der Hochzeitsfeier auf – mit tödlichen Folgen.
Drei Komplizen vor Gericht
Der Schütze war bei der Tat nicht allein: Sein Vater und zwei Brüder sollen ihn unterstützt haben. Die drei Männer müssen sich ab dem 28. April in einem gesonderten Verfahren wegen gemeinschaftlichen Mordes vor Gericht verantworten. Das Urteil gegen Isac C. ist noch nicht rechtskräftig.
Massive Sicherheitsvorkehrungen
Bei der Urteilsverkündung verstärkte das Gericht die Sicherheitsmaßnahmen erheblich. Mehrere Polizeibeamte begleiteten den Verurteilten, während Justizbeamte den bis auf den letzten Platz besetzten Gerichtssaal überwachten. Die Tragödie, die eine Hochzeitsfeier in eine Mordszene verwandelte, hat die beteiligten Familien und die Gemeinde nachhaltig erschüttert.



