Nach der tödlichen Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt hat die Stadt umgehend zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Mehrere sogenannte Oktablöcke wurden an dem Zugang zur Innenstadt aufgestellt, den der Täter bei seiner Fahrt passiert hatte, wie Stadtsprecher Matthias Hasberg auf Anfrage mitteilte.
Zufahrt für Fahrzeuge blockiert
„Damit ist die Zufahrt an dieser Stelle bis auf weiteres für Fahrzeuge blockiert“, betonte Hasberg. Sollte ein Fahrzeug versuchen, diese Hindernisse zu überwinden, würden sich die Blöcke unter dem Wagen verkeilen und eine Weiterfahrt unmöglich machen. Die Maßnahme sei zunächst zeitlich begrenzt, bis weitere Planungen zur Sicherung der Innenstadt abgeschlossen seien.
Hintergrund der Amokfahrt
Am Montagnachmittag war ein 33-jähriger Deutscher aus Leipzig mit seinem Wagen mehrere Hundert Meter weit in die Fußgängerzone gefahren, ohne auf ein Hindernis zu stoßen. Dabei erfasste er mehrere Menschen. Zwei Personen starben, sechs weitere wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Der Mann wurde am Dienstag auf Anordnung eines Ermittlungsrichters in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Er steht im dringenden Tatverdacht des zweifachen Mordes sowie des versuchten Mordes in vier Fällen.
Weitere Sicherungsmaßnahmen in Planung
Der Sprecher betonte, dass bei künftigen Sicherheitsplanungen auch die Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge und Anlieferer berücksichtigt werden müssten. Die Installation versenkbarer Poller an jedem Zugang könnte sich als schwierig erweisen, da unter der gesamten Innenstadt zahlreiche Leitungen für Wasser, Strom und Telekommunikation verlaufen. Die Stadt prüft daher verschiedene Optionen, um den Schutz zu verbessern, ohne die Infrastruktur zu beeinträchtigen.



