Schreckliche Szenen ereigneten sich am Montag in der Leipziger Innenstadt. Ein 33-jähriger Deutscher nutzte sein Auto als Waffe und raste durch die belebte Fußgängerzone in der Grimmaischen Straße. Dabei tötete er zwei Menschen und verletzte zahlreiche weitere. Der Täter wurde noch am Tatort festgenommen. Nach Informationen von BILD handelt es sich um Jeffrey K., einen Haustechniker aus Leipzig, der verheiratet ist und ein Kind hat. Er arbeitete zudem als Boxtrainer in einem Leipziger Boxclub. Ein Streit soll der Auslöser der Tat gewesen sein.
Der Tathergang
Gegen 16.45 Uhr herrschte reges Treiben in der Grimmaischen Straße. Plötzlich bog ein beigefarbener VW Taigo vom Augustusplatz in die Fußgängerzone ein und raste mit hoher Geschwindigkeit durch die Menschenmenge. Augenzeugen berichten von einer Geschwindigkeit zwischen 80 und 100 km/h. Das Auto erfasste zahlreiche Passanten, darunter auch einen Mann und eine Frau, die noch am Unfallort ihren Verletzungen erlagen. Der Wagen kam erst auf dem Markt vor einigen Pollern zum Stehen. Die Windschutzscheibe war zersplittert, die Motorhaube verbeult – vermutlich durch den Aufprall auf Menschen.
Rettungseinsatz und Chaos
Die Leitstelle erhielt sofort zahlreiche Notrufe. Die Rettungskräfte riefen einen Massenanfall von Verletzten aus. Rund zehn Krankenwagen und zahlreiche Polizeistreifen eilten zum Tatort. Ein Rettungshubschrauber des ADAC landete auf dem Augustusplatz. Sichtschutzwände wurden aufgestellt, um die Bergung der Verletzten abzuschirmen. Im Gewandhaus richteten die Behörden eine Notversorgungsstelle ein. Der Täter wurde widerstandslos festgenommen. Bei seiner Festnahme soll er psychisch auffällig gewirkt haben.
Reaktionen der Behörden
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) bestätigte rund eine Stunde nach der Tat, dass zwei Menschen getötet wurden. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zeigte sich tief erschüttert und sprach den Opfern und ihren Familien sein Mitgefühl aus. In einer Pressekonferenz bezeichnete Innenminister Armin Schuster (CDU) die Tat als „schreckliche Amoktat“. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen sowie versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen.
Zeugenaufruf
Die Polizeidirektion Leipzig und das Landeskriminalamt Sachsen bitten Zeugen, die sich zur Tatzeit in der Innenstadt aufhielten, um Mithilfe. Hinweise können unter der Telefonnummer 0341/96646666 oder über das Hinweisportal sn.hinweisportal.de gemeldet werden.



