Maskierte Jugendliche stürmen Kinderhaus in Berlin-Marzahn: 15 Verletzte
Maskierte stürmen Kinderhaus in Berlin: 15 Verletzte

Berlin – Ein schwerer Vorfall erschüttert den Berliner Stadtteil Marzahn: Mehrere maskierte Jugendliche stürmten am Freitagabend das Kinder- und Jugendhaus „Bolle“ in der Hohensaatener Straße und setzten Reizgas ein. Dabei wurden 15 Minderjährige verletzt, die über Atemwegs- und Augenreizungen klagten.

Die Tat: Gezielter Angriff auf eine Kindereinrichtung

Gegen 17.30 Uhr ging bei der Polizei ein Notruf ein. Zeugen berichteten, dass zwei bis drei vermummte Täter in die Räume des Jugendhauses eindrangen. Sie sprachen gezielt ein Kind an, das daraufhin sofort die Flucht ergriff. Die Unbekannten zückten daraufhin ein Reizgasspray und sprühten dem Jungen hinterher. Anschließend flüchteten die Verdächtigen auf E-Scootern in unbekannte Richtung.

Das versprühte Gas breitete sich rasch in der gesamten Einrichtung aus. In der Folge klagten 15 Kinder und Jugendliche über starke Atembeschwerden und brennende Augen. Die Einsatzkräfte von drei Rettungswagen und ein Notarzt waren vor Ort und versorgten die Verletzten. Unter anderem wurden die Augen der Betroffenen gespült, um die Reizung zu lindern.

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Ermittlungen der Polizei: Noch keine heiße Spur

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Bislang gibt es jedoch weder eine konkrete Täterbeschreibung noch Hinweise auf ein mögliches Motiv. Die Beamten prüfen derzeit Zeugenaussagen und sichern Spuren am Tatort. Ob es sich um eine gezielte Aktion gegen die Einrichtung oder einen spontanen Übergriff handelt, ist noch völlig unklar.

Das Kinder- und Jugendhaus „Bolle“ ist eine wichtige Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche im Stadtteil. Nach eigenen Angaben betreut die Einrichtung täglich bis zu 150 Minderjährige. Der Vorfall hat bei Eltern und Betreuern große Bestürzung ausgelöst.

Reaktionen und Folgen

Die Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf zeigte sich erschüttert und sprach von einem „feigen Angriff auf die Schwächsten unserer Gesellschaft“. Sie kündigte an, die Sicherheitsmaßnahmen in öffentlichen Einrichtungen zu überprüfen. Auch der Senat von Berlin wurde über den Vorfall informiert.

Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, sich zu melden. Insbesondere werden Personen gesucht, die die Flucht der maskierten Jugendlichen auf E-Scootern gesehen haben.

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