In der Region München haben sich innerhalb weniger Tage mehrere Waldbrände ereignet. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Brandstiftung und untersucht mögliche Verbindungen zwischen den Vorfällen. Ende April standen mehrere kleine Waldflächen in und um die Landeshauptstadt in Flammen.
Brandserie in Grasbrunn und Umgebung
Besonders betroffen war die Gemeinde Grasbrunn, wo am 29. April etwa 50 Quadratmeter Wald brannten. Der Kreisbrandmeister der Feuerwehr Grasbrunn, Johannes Bußjäger, äußerte im Gespräch mit dem „Münchner Merkur“ den Verdacht, dass es sich um eine Brandserie handeln könnte. „Die Häufung in so kurzer Zeit ist auffällig“, wird er zitiert. Zudem sieht er Parallelen zu älteren Brandfällen in der Region.
Ermittlungen der Polizei
Die Polizei in München zeigt sich auf Anfrage zurückhaltend. Man prüfe routinemäßig mögliche Zusammenhänge zwischen Brandfällen – auch älteren. „Belastbare Ergebnisse liegen derzeit nicht vor“, teilte das Polizeipräsidium München mit. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch konkrete Hinweise auf einen Täter oder eine Tätergruppe gibt es bislang nicht.
Die Feuerwehren in der Region sind alarmiert. Neben Grasbrunn gab es weitere kleinere Waldbrände in den Landkreisen München und Ebersberg. Die Einsatzkräfte konnten die Feuer jeweils schnell unter Kontrolle bringen, sodass kein größerer Schaden entstand. Dennoch bleibt die Lage angespannt, da die Waldbrandgefahr aufgrund der anhaltenden Trockenheit erhöht ist.
Prävention und Appelle
Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, bei Waldbesuchen besonders vorsichtig zu sein und keine offenen Feuer zu entzünden. Wer verdächtige Beobachtungen macht, soll umgehend die Polizei verständigen. Die Ermittler hoffen auf Zeugenhinweise, um die Brandursachen zu klären und weitere Vorfälle zu verhindern.



