Beamte der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Schweinfurt haben am Montagvormittag ein funktionsfähiges Mehrladegewehr im Kofferraum eines Autos entdeckt und sichergestellt. Der Vorfall ereignete sich an einer Tank- und Rastanlage an der A3 in Fahrtrichtung Frankfurt.
Kontrolle auf der Autobahn
Gegen 11 Uhr überprüften die Zollbeamten einen aus der Slowakei kommenden Pkw. Der Fahrer gab an, nach Bergtheim unterwegs zu sein. Auf die Frage nach verbotenen Gegenständen wie Waffen oder Betäubungsmitteln verneinte er zunächst.
Waffe unter Handtüchern versteckt
Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Beamten im Kofferraum einen Pappkarton, der unter mehreren Handtüchern verborgen war. Darin lag ein funktionsfähiges Mehrladegewehr im Kaliber .22. Die Waffe war weder sicher verwahrt noch vorschriftsmäßig transportiert.
Der Mann gab an, als Waffenhändler tätig zu sein, konnte jedoch keine erforderlichen Genehmigungen für das Verbringen der Schusswaffe nach Deutschland vorlegen.
Ermittlungen eingeleitet
Nach Rücksprache mit Zollfahndung und Staatsanwaltschaft leiteten die Beamten noch vor Ort ein Strafverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Verbringens einer Schusswaffe ein. Die Waffe wurde sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen hat das zuständige Zollfahndungsamt München übernommen.
Für das Verbringen von Schusswaffen nach Deutschland ist grundsätzlich eine vorherige Erlaubnis erforderlich. Zudem müssen Waffen im öffentlichen Raum in einem verschlossenen Behältnis und getrennt von der Munition transportiert werden.



