Blutige Messerattacke in Wittenberger Bus: 19-Jähriger in Untersuchungshaft
In Wittenberg hat sich am vergangenen Freitagabend eine schwere Gewalttat in einem Linienbus ereignet, die nun als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft wird. Ein 19-jähriger Tatverdächtiger befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft, nachdem er einen gleichaltrigen Mann zunächst zusammengeschlagen und anschließend mit einem Messer verletzt hatte.
Tatablauf an der Bushaltestelle Gewerbepark Elbe
Der Vorfall ereignete sich am 6. März gegen 19.15 Uhr in der Dessauer Straße an der Bushaltestelle Gewerbepark Elbe. Zu diesem Zeitpunkt hielt ein Linienbus an der Haltestelle, in dem sich das spätere Opfer, ein 19-jähriger Wittenberger, als Fahrgast befand. An derselben Haltestelle stiegen ein weiterer 19-Jähriger sowie eine bislang unbekannte Frau zu und begaben sich in den hinteren Bereich des Busses, wo sich der Geschädigte aufhielt.
Laut Polizeiangaben kannten sich die beiden jungen Männer bereits vor der Tat. Ohne erkennbaren Vorwarnung soll der Tatverdächtige mehrfach auf den 19-Jährigen eingeschlagen haben, bevor er ihn mit einem Messer attackierte. Die Verletzung am Bein des Opfers erwies sich als so schwer, dass dieser zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Flucht und Festnahme des Tatverdächtigen
Nach der Attacke verließen der mutmaßliche Täter und seine Begleiterin den Bus durch die geöffnete Tür und flohen vom Tatort. Polizeikräfte, die nur wenige Minuten später eintrafen, leisteten dem Verletzten zunächst Erste Hilfe und leiteten umgehend eine umfangreiche Fahndung im Umfeld ein.
Die Ermittlungen führten schließlich am Samstagvormittag, dem 7. März, zur vorläufigen Festnahme des 19-jährigen Tatverdächtigen in einer Wohnung in Wittenberg. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Dessau-Roßlau ordnete eine Haftrichterin noch am selben Abend Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten an. Der junge Mann wurde anschließend in eine Jugendanstalt verbracht.
Polizeiliche Einordnung als schweres Gewaltverbrechen
Die Polizei stuft die Tat aufgrund ihrer Brutalität und der verwendeten Waffe als versuchtes Tötungsdelikt ein. Die Ermittlungen zur genauen Motivation und zum Hintergrund der Attacke dauern an. Besonders beunruhigend ist der Umstand, dass sich die Gewalt in einem öffentlichen Verkehrsmittel und während des laufenden Betriebs ereignete.
Die unbekannte weibliche Begleitperson des Tatverdächtigen wird weiterhin gesucht. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Informationen zu der Frau besitzen, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Die Staatsanwaltschaft bereitet derweil die Anklageerhebung vor, während das Opfer sich von seinen Verletzungen erholt.



