Dreister Betrug in München: Seniorin verliert hohen fünfstelligen Betrag
In einem besonders dreisten Fall von Betrug ist eine über 80-jährige Seniorin aus dem Münchner Stadtteil Feldmoching-Hasenbergl um einen hohen fünfstelligen Betrag gebracht worden. Die Münchner Polizei berichtet, dass die Frau am Mittwoch, dem 15. April, zwischen 8.30 Uhr und 11.15 Uhr einen Anruf von einem unbekannten Mann erhielt, der sich als Polizeibeamter des "K3 Dachau" ausgab.
Die Täuschung: Ein angeblicher Einbruch in der Nachbarschaft
Der angebliche Beamte erklärte der Seniorin, dass es in ihrer Nachbarschaft zu einem Einbruch gekommen sei und ihr Name auf einem Zettel gefunden worden wäre. Er behauptete, dass die Ermittler davon ausgingen, demnächst bei ihr einzubrechen. Um dies zu verhindern, schlug er ein ungewöhnliches Verfahren vor: Die Polizei habe ein elektronisches Gerät, mit dem man Gegenstände und Bargeld in Wohnungen auffinden könne, das bei der Seniorin eingesetzt worden sei und Wertgegenstände bei ihr festgestellt habe.
Die Aufforderung: Wertgegenstände in einem Kochtopf deponieren
Der Betrüger wies die Seniorin an, sämtliche Wertgegenstände in einen Kochtopf zu legen und diesen vor ihrer Wohnungstür zu platzieren. Die über 80-Jährige folgte dieser Anweisung tatsächlich und deponierte Bargeld, Mobiltelefone und Debitkarten in dem Topf. Gegen 11.30 Uhr öffnete sie ihre Wohnungstür erneut und musste feststellen, dass der Kochtopf zwischenzeitlich abgeholt worden war.
Der Schaden und die Ermittlungen
Der entstandene Schaden liegt laut Polizei in einem hohen fünfstelligen Bereich. Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen und sucht nun nach Zeugen. Die Polizei bittet Personen, die im angegebenen Zeitraum im Bereich der Grieserstraße, Himmelschlüsselstraße, Bruno-Frank-Weg und Witzlebenstraße in Feldmoching-Hasenbergl verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich zu melden.
Warnung vor Callcenter-Betrügern
Dieser Vorfall ist ein weiteres Beispiel für die sogenannten Callcenter-Betrüger, die sich häufig als Polizeibeamte ausgeben, um Senioren zu täuschen und um Geld zu bringen. Die Polizei rät dringend dazu, bei solchen Anrufen skeptisch zu sein und im Zweifelsfall direkt die örtliche Polizeidienststelle zu kontaktieren, um die Identität des Anrufers zu überprüfen.
Sachdienliche Hinweise können beim Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, unter der Telefonnummer 089 2910-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle gemeldet werden.



