Bluttat am Stachus: Polizei ermittelt zwei jugendliche Tatverdächtige nach Messerattacke
München: Zwei Jugendliche nach Stachus-Messerattacke ermittelt

Blutiger Vorfall am Karlsplatz: Polizei nimmt Ermittlungen nach Messerangriff auf

Ein junger Mann, der stark blutend in den McDonald's am Karlstor stürzte und um Hilfe bat, löste am Dienstagabend einen Großeinsatz der Münchner Polizei aus. Der 18-Jährige wies mehrere Stich- und Schnittwunden im Oberkörperbereich auf. Die Hintergründe der Tat gaben den Ermittlern zunächst zahlreiche Rätsel auf, da weder der genaue Tatablauf noch der exakte Tatort geklärt werden konnten.

Massiver Polizeieinsatz mit 20 Streifenwagen

Als die ersten Polizeibeamten am Fast-Food-Restaurant eintrafen, herrschte unter den Gästen eine aggressive Stimmung, woraufhin die Einsatzzentrale umgehend Verstärkung anforderte. Insgesamt waren 20 Streifenwagen an dem Einsatz beteiligt. Polizeisprecher Ralf Kästle bestätigte: "Der 18-Jährige hat stark geblutet". Ein Notarzt versorgte den Verletzten, der anschließend in ein Krankenhaus gebracht wurde. Die Wunden erwiesen sich laut Polizeiangaben als nicht besonders tief, sodass keine Lebensgefahr bestand. Der junge Mann wurde ambulant behandelt und konnte die Klinik noch am selben Abend verlassen.

Zwei jugendliche Tatverdächtige identifiziert

Am Wochenende gelang der Polizei ein entscheidender Ermittlungserfolg. Durch die Auswertung von Videomaterial konnten zwei Tatverdächtige identifiziert werden. Dabei handelt es sich um einen 17-Jährigen mit jordanischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München sowie einen 16-Jährigen mit syrischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in Erding. Nach aktuellem Ermittlungsstand verletzten die beiden Jugendlichen den 18-Jährigen mit einem Messer im Oberkörperbereich.

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Die beiden Tatverdächtigen wurden bereits am Samstag, dem 21. März 2026, nach einem Eigentumsdelikt in Pasing festgenommen und einem Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt. Der 17-Jährige befindet sich seitdem in Untersuchungshaft, während der 16-Jährige wegen der gefährlichen Körperverletzung angezeigt und wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.

Rätselhafter Tatort und unklare Motive

Das Opfer, das aus dem Jemen stammt und in einer Unterkunft im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnt, konnte den Ermittlern bisher keine präzisen Angaben zum Tathergang machen. Wer ihn angegriffen hat und warum, bleibt unklar. Auch der genaue Tatort konnte nicht benannt werden – lediglich, dass sich der Angriff irgendwo im Bereich des Stachus ereignet hat, jedoch nicht direkt am Brunnen, der durch einen Videoturm der Polizei überwacht wird.

Die Kriminalpolizei wertet derzeit Aufnahmen von Überwachungskameras im Stachus-Untergeschoss sowie im nahe gelegenen Alten Botanischen Garten aus. Möglicherweise könnte sich der Angriff auch in der Grünanlage an der Herzog-Wilhelm-Straße zugetragen haben. Die Beamten vom Kommissariat 23 hoffen, dass weitere Befragungen des Opfers Licht in den undurchsichtigen Fall bringen werden.

Polizei sucht weiterhin Zeugen

Die Ermittlungen laufen wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Polizei bittet weiterhin um Zeugenhinweise: Personen, die im relevanten Zeitraum im Bereich Stachus, Sonnenstraße, Schützenstraße oder Bayerstraße sachdienliche Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 23, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Der 18-jährige Opfer war polizeilich bisher lediglich wegen eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsrecht aufgefallen. Die Sicherheitskamera der Polizei am Stachusbrunnen, die seit Sommer 2025 installiert ist, könnte bei den weiteren Ermittlungen eine wichtige Rolle spielen.

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