Münchner Schüler schießt mit Schreckschusswaffe: Drei Personen verletzt
Münchner Schüler schießt mit Schreckschusswaffe

Schüsse in München-Nymphenburg: 15-Jähriger greift zu Schreckschusswaffe

Am Dienstagabend ist es im Münchner Stadtteil Nymphenburg zu einem gewalttätigen Zwischenfall gekommen, bei dem ein 15-jähriger Schüler mit einer Schreckschusswaffe um sich geschossen haben soll. Die Polizei wurde gegen 20.30 Uhr durch besorgte Anwohner alarmiert, die in der Mettenstraße mehrere Schüsse gehört hatten.

Massiver Polizeieinsatz mit über 20 Streifenwagen

Mehr als 20 Streifenwagen rückten aus, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Auf offener Straße waren sich offenbar zwei Gruppen zufällig begegnet, woraus sich ein Streit entwickelte, dessen genaue Ursachen noch nicht geklärt sind. Laut Zeugenangaben zog der 15-jährige Schüler plötzlich eine Schreckschusswaffe und feuerte mehrmals in die Menge.

Der mutmaßliche Schütze flüchtete anschließend von der Szene und warf dabei die Waffe weg. Die Polizei fand am Tatort mehrere Patronenhülsen sowie Teile einer Schreckschusswaffe. Ein Polizeisprecher bestätigte am Mittwoch die Sicherstellung dieser Beweismittel.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Bereits polizeibekannter Täter festgenommen

Im Rahmen einer Sofortfahndung konnte der verdächtige Schüler wenig später festgenommen werden. Der Deutsch-Kroate leistete dabei keinen Widerstand. Der Teenager ist der Polizei bereits bekannt: Vor einiger Zeit wurde er an der Grenze zu Tschechien erwischt, als er Böller ins Land schmuggeln wollte, und wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz angezeigt.

Jetzt wurde er zusätzlich wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt. Besonders brisant: Der 15-Jährige hätte die Schreckschusspistole in seinem Alter noch nicht besitzen dürfen. Die Kriminalpolizei ermittelt derzeit, woher die Waffe stammt und wem sie gehört.

Drei Verletzte bei der Auseinandersetzung

Nach Polizeiangaben wurden bei dem Vorfall insgesamt drei Personen verletzt:

  • Der mutmaßliche Schütze selbst erlitt eine blutige Nase, die möglicherweise gebrochen ist.
  • Ein 26-jähriger in München lebender Türke erlitt durch einen Schuss ein Knalltrauma.
  • Eine ebenfalls 26-jährige Deutsche zog sich eine Kopfverletzung zu.

Alle drei Verletzten leben in München und wurden vor Ort ambulant medizinisch versorgt. Die genauen Umstände, wie es zu den Verletzungen kam, werden noch untersucht.

Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Jugendkriminalität und zum illegalen Waffenbesitz auf. Die Polizei München setzt ihre Ermittlungen fort und bittet mögliche Zeugen, sich zu melden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration