Mordprozess um Fabian (8) dauert länger: Neue Gutachten ausstehend
Mordprozess um Fabian (8) dauert länger als geplant

Der Prozess um den Mord an dem achtjährigen Fabian aus Güstrow wird voraussichtlich deutlich länger dauern als ursprünglich geplant. Richter Holger Schütt kündigte am Mittwoch an, dass mindestens zehn weitere Verhandlungstermine anberaumt werden. Damit verschiebt sich das Ende des Verfahrens vor dem Landgericht Rostock mindestens in den August hinein.

Hintergrund der Verzögerung

Grund für die Verzögerung sind unter anderem die großen Datenmengen, die im Rahmen der Ermittlungen angefallen sind. Hunderte von Chatnachrichten müssen ausgewertet werden. Zudem wurden zwei neue Faser- und DNA-Gutachten in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse noch ausstehen. Ursprünglich sollte das Urteil nach 17 Verhandlungstagen Anfang Juli verkündet werden.

Die Anklage

In dem Verfahren muss sich die 30-jährige Ex-Freundin von Fabians Vater wegen Mordes aus Heimtücke verantworten. Der Vater und die leibliche Mutter des Jungen leben seit 2018 getrennt. Die Angeklagte, die vier Jahre lang mit dem 35-jährigen Vater eine Beziehung führte, soll Fabian am 10. Oktober 2025 von der Wohnung der Mutter in Güstrow abgeholt haben. Laut Anklage soll sie den Jungen mit sechs Messerstichen getötet haben.

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Fund der Leiche

Die Leiche des Kindes, die zum Teil angebrannt war, wurde erst vier Tage später an einem abgelegenen Wasserloch entdeckt. Die Angeklagte schweigt bislang zu den Vorwürfen. Fabians Vater hingegen bezweifelt eine Schuld der Frau. Der Prozess wird am Landgericht Rostock fortgesetzt.

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