Nach Tod eines Kameraden: Erwachsene Feuerwehr sagt Start ab
Nach Tod eines Kameraden: Feuerwehr sagt Start ab

Der lang geplante Feuerwehrtag des Amtes Gadebusch ist aus einem tragischen Grund anders verlaufen, als seit Wochen geplant. Während die Kinder- und Jugendwehren wie vorbereitet ihre Wettkämpfe absolvierten, sagten die erwachsenen Feuerwehrleute der sechs angetretenen Wehren kurzfristig ab. Ein in vielen Vereinen und Feuerwehren engagierter Kamerad war in dieser Woche gestorben.

Erwachsene Einsatzkräfte sagen Start ab

„Nachdem wir vom Tod unseres Kameraden Dr. Dirk Rappenberg aus Roggendorf erfahren haben, meldeten wir uns vom Wettkampf ab. Der Schock sitzt bei vielen tief“, erklärte Gadebuschs Wehrführer Sebastian Otto. Der leitete den Amtswehrtag 2026 als stellvertretender Amtswehrführer zusammen mit Amtswehrführer Martin Weber in Krembz.

Statt selbst zu starten, feuerten die Erwachsenen nun ihre Nachwuchskräfte an. „Dadurch haben die Knirpse noch intensiver um gute Zeiten gekämpft, als ohnehin schon. Für sie war der Tag sicher unvergessen“, sagte Otto. Der zeichnete am Ende die Jugendwehr aus Gadebusch und die Kinderwehr aus Krembz als Sieger aus.

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Dr. med. Dirk Rappenberg: Ein engagierter Kamerad und Arzt

Der Absage der Gadebuscher Erwachsenenwehr folgten schließlich auch alle anderen Wehren, denn der Allgemeinmediziner und praktizierende Arzt aus Roggendorf engagierte sich in seiner Freizeit in vielen Vereinen, Organisationen und Einrichtungen.

„Dirk Rappenberg war seit Jahren unser Arzt der First Responder. Er war als Drohnenpilot bei der Kitzrettung und bei der Brandbekämpfung aus der Luft dabei und arbeitete ehrenamtlich bei der Rettungshundestaffel der Draguner Feuerwehr. Dirk Rappenberg hinterlässt eine Lücke, die nicht zu schließen ist“, sagte der stellvertretende Amtswehrführer.

Feuerwehren und Sportverein würdigen Engagement

Auch in den sozialen Netzwerken sind hunderte Nachrichten zu lesen, die das Engagement des 53-Jährigen würdigen. Die Krembzer Feuerwehr schreibt zum Beispiel: „Für viele war Dirk Rappenberg nicht nur Kamerad oder Hausarzt, sondern auch Freund und Vertrauter.“

Die Sportgemeinschaft Roggendorf schreibt auf ihrem Facebook-Eintrag zum Tod von Dirk Rappenberg: „Dirk war über viele Jahre eng mit der SG Roggendorf 96 verbunden und wurde von allen als Persönlichkeit und verlässlicher Wegbegleiter sehr geschätzt.“

Hunderte Beileidsbekundungen auf öffentlichen Kanälen

Auch die Feuerwehr aus Mühlen Eichsen denkt an die Familie des Arztes und Feuerwehrmannes und schreibt: „In diesen schweren Stunden gilt unser aufrichtiges Mitgefühl seiner Familie, seinen Freunden und seinen Feuerwehrkameraden.“

So wie diese Vereine sehen es zahllose Beileidsbekundungen auf den Social-Media-Kanälen. Auch dramatisch: Die Roggendorfer Praxis bleibt vorerst geschlossen. Hunderte Menschen müssen sich vorerst um eine andere ärztliche Versorgung kümmern. Auf einem Zettel an der Eingangstür wird erklärt, dass sich intensiv um eine Fortführung der Praxis bemüht wird. Die Trauer um den engagierten Arzt bleibt jedoch.

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