Nachbar verhindert mögliche Explosion: Scharfe Handgranate an Privatfahrzeug entdeckt
In der beschaulichen niedersächsischen Kleinstadt Löningen hat ein aufmerksamer Nachbar am Sonntagabend eine gefährliche Entdeckung gemacht und womöglich Schlimmeres verhindert. Unter einem abgemeldeten Pkw auf einem Privatgrundstück in der Bremer Straße befand sich eine scharfe Handgranate, die mit einer dünnen Schnur an einer Felge befestigt war.
Großeinsatz der Polizei mit Evakuierung
Gegen 19 Uhr meldeten die Bewohner den verdächtigen Fund bei der Polizei Cloppenburg. Diese richtete umgehend einen Sperrkreis mit einem Radius von 300 Metern ein. Anwohner wurden evakuiert und mussten zeitweise in ihren Häusern bleiben, bei geschlossenen Fenstern und Türen. Sämtliche Zufahrtsstraßen zu dem Wohngebiet wurden gesperrt.
Eine Sprecherin der Polizei Cloppenburg bestätigte gegenüber Medien: „Bei der ersten Bewertung wurde der Sprengkörper als funktionstüchtig eingestuft. Bei einer Bewegung des Autos wäre es aller Wahrscheinlichkeit nach zu einer Sprengstoffexplosion gekommen.“
Entschärfung durch Spezialisten
Gegen 22.30 Uhr konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landeskriminalamts Hannover die Handgranate ohne Zwischenfälle entschärfen. Die Entschärfer stellten den Sprengkörper sicher, der nun forensisch untersucht wird.
Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat Ermittlungen aufgenommen, unter anderem wegen:
- Versuchten Mordes
- Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz
Viele offene Fragen
Bisher ist völlig unklar, wer die Täter sind und wie die scharfe Handgranate an den Fundort gelangte. Auch die Herkunft des Sprengkörpers bleibt mysteriös. Die Polizei sucht nach Zeugen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Der mutige Nachbar, der den verdächtigen Gegenstand entdeckte, hat durch seine Aufmerksamkeit möglicherweise Verletzungen oder Schlimmeres verhindert. Der Fall wirft in der 14.000-Einwohner-Stadt Löningen im Landkreis Cloppenburg viele Fragen zur Sicherheit in Wohngebieten auf.



