Neuer Glanz für Kriegsdenkmal in Boitzenburg trotz fehlender Siegesgöttin
Neuer Glanz für Kriegsdenkmal in Boitzenburg

In Boitzenburg hat der Zahn der Zeit an einem Denkmal für Kriegsopfer genagt. Unter der Friedenseiche befindet sich die Erinnerungsstätte für die Teilnehmer des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 sowie für die Gefallenen und Vermissten Boitzenburger des Ersten Weltkrieges. Sie hat schon bessere Zeiten gesehen. Im Herzen des Ortes gelegen, wurde sie nach Ende des Zweiten Weltkrieges ihrer imposanten Säule samt aufgepflanzter, Lorbeerkranz schwenkender Siegesgöttin beraubt. Übrig blieben nur der Sockel und die beiden großen Sandsteinplatten mit den Namen der Kriegstoten, die erst nach dem Ersten Weltkrieg errichtet und von Feldsteinmauern eingefasst wurden.

Restaurierung finanziell herausfordernd

Eine vollständige Wiederherstellung wäre wünschenswert, ist jedoch aufgrund der inzwischen stattlichen Größe der Friedenseiche kaum möglich. Zudem fehlt der Gemeinde das nötige Geld dafür. Die um 1920 nach Plänen des Berliner Professors Alfred Breslauer neugestaltete Anlage blieb ihrer Gestalt nach erhalten, wurde aber über die Jahre nur unzureichend gepflegt.

Spendenaufruf zeigt erste Erfolge

Doch nun tut sich etwas: Ein von dem Boitzenburger Günter Kroß gemeinsam mit Malermeister Marko Kurzweg und Dr. Ferdinand von Saint André initiierter und von der Gemeinde unterstützter Spendenaufruf trägt erste Früchte. Die Gesamtkosten für die Instandsetzung beziffern die Initiatoren auf rund 20.000 Euro. „Knapp 7.000 davon haben wir schon“, versichert Kroß, „so dass wir jetzt anfangen konnten.“

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Am Donnerstag begannen die Arbeiten mit einer gründlichen Oberflächenreinigung durch die Firma Kurzweg. Der Sockel und die Sandsteinstehlen erstrahlen bereits wieder heller. Auch Mathias Küster von der BDP Baudenkmalpflege Prenzlau GmbH & Co. KG war vor Ort. Sein Betrieb wird in den nächsten Wochen notwendige Stuckarbeiten und Ausbesserungen am Mauerwerk vornehmen.

Weitere Schritte geplant

Malermeister Marko Kurzweg erklärt: „Ich würde gern den weißen Sockel farblich an die Sandsteinplatten anpassen, aber auf jeden Fall die gereinigten und ausgebesserten Stellen abschließend noch versiegeln.“ Der Aufruf zur Sanierung des Denkmals stieß im Freundes- und Bekanntenkreis auf positive Resonanz. Nun hofft man auf weitere Spenden, um das Projekt erfolgreich abschließen zu können.

Spendenaufruf

Wer das Vorhaben unterstützen möchte, kann seine Spende unter dem Stichwort „Gefallenendenkmal“ auf ein Konto der Gemeinde Boitzenburger Land überweisen. Spendenquittungen werden von der Gemeinde ausgestellt. Das Spendenkonto kann dort erfragt werden. „Ab einer Spende von 500 Euro wollen wir Spendern oder Spenderinnen zudem die Möglichkeit einräumen, sich namentlich auf einer Plakette nennen zu lassen“, verspricht Günter Kroß. Die Plakette soll in der Nähe der Erinnerungsstätte angebracht werden. Kontakt: 039889 61430.

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