Anklage gegen Pflegerin wegen Vergiftung in Berliner Krankenhaus
Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen eine 48-jährige Pflegekraft erhoben, die in einem Krankenhaus in Berlin-Mitte ihren Vorgesetzten mit einem Medikament vergiftet haben soll. Die Beschuldigte soll im Februar 2025 Kaffee für die Stationsleitung zubereitet und diesen mit mehreren Ampullen eines Entwässerungsmedikaments versetzt haben.
Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, tranken aufgrund einer kurzfristigen Dienstplanänderung nicht nur der Stationsleiter, sondern auch dessen Stellvertreter von dem präparierten Kaffee. Beide erlitten daraufhin „erhebliche gesundheitliche Beschwerden“. Die genauen Folgen der Vergiftung wurden nicht näher spezifiziert, aber die Beschwerden waren offenbar schwerwiegend genug, um eine Strafanzeige zu rechtfertigen.
Hintergründe der Tat
Die Pflegerin soll das Medikament bewusst in den Kaffee gemischt haben, um ihren Vorgesetzten zu schaden. Die Motive für die Tat sind bislang unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, ein Verbrechen, das mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren geahndet werden kann.
Der Fall sorgt in der Hauptstadt für Aufsehen, da er das Vertrauensverhältnis zwischen Pflegepersonal und Vorgesetzten erschüttert. Das Krankenhaus in Berlin-Mitte, in dem sich der Vorfall ereignete, äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Es wird erwartet, dass die Angeklagte sich vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten muss.
Die Anklage wurde bereits erhoben, ein Termin für die Hauptverhandlung steht jedoch noch nicht fest. Die Beschuldigte gilt als nicht vorbestraft und schweigt zu den Vorwürfen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Tat vorsätzlich begangen wurde.



