Pforzheim: Männer attackieren Fahrkartenkontrolleure mit Pfefferspray und Schlägen
Pforzheim: Angriff auf Kontrolleure mit Pfefferspray

Gewalttätiger Angriff auf Kontrollpersonal in Pforzheim

In Pforzheim ist es zu einem gewalttätigen Übergriff auf Fahrkartenkontrolleure gekommen. Zwei Männer attackierten die Fahrscheinprüfer mit Pfefferspray und körperlicher Gewalt, nachdem sie offenbar schwarzgefahren waren. Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitagmittag an einer Bushaltestelle in der Stadt.

Flucht nach brutaler Attacke

Nach ersten Ermittlungen der Polizei wollten insgesamt drei Ticketprüfer in einen Bus einsteigen, um eine Routinekontrolle durchzuführen. Als Reaktion darauf rannten zwei Männer aus dem Fahrzeug und stießen das vor den Türen stehende Kontrollpersonal zu Boden. Im weiteren Verlauf gelang es einem der Prüfer, einen Flüchtenden am Bein festzuhalten. Um sich loszureißen, schlug dieser dem Kontrolleur daraufhin ins Gesicht.

Zusätzlich sprühte einer der Unbekannten mehrfach Pfefferspray in Richtung der Fahrkartenkontrolleure. Die beiden Angreifer konnten anschließend flüchten und entkamen. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb zunächst ohne Erfolg. Bislang sei noch niemand festgenommen worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Allerdings gebe es konkrete Hinweise auf die Täter.

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Videoaufnahme der Tat kursiert online

Im Internet kursiert eine Videoaufnahme, die den Angriff zeigen soll. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Material um eine authentische Aufzeichnung der Tat handelt. „Wir gehen davon aus, dass das Video echt ist“, bestätigte der Polizeisprecher. Die Ermittler suchen nun aktiv nach Zeugen des Vorfalls.

Die beiden Kontrolleure erlitten bei dem Angriff leichte Verletzungen und wurden zur medizinischen Versorgung in eine Klinik gebracht. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Debatte um Sicherheit im Nahverkehr

Der Vorfall in Pforzheim reiht sich in eine Serie von Gewalttaten gegen Personal im öffentlichen Nahverkehr ein. Erst im Februar war in Rheinland-Pfalz ein 36-jähriger Zugbegleiter bei einer Ticketkontrolle von einem Fahrgast mit Faustschlägen gegen den Kopf so schwer verletzt worden, dass er später seinen Verletzungen erlag. Diese Tat hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst und eine intensive Debatte über die Sicherheit von Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr entfacht.

Die Sicherheit von Zugbegleitern und Kontrollpersonal steht seither verstärkt im Fokus von Politik und Verkehrsbetrieben. Der aktuelle Angriff in Pforzheim unterstreicht erneut die Gefahren, denen die Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit ausgesetzt sind.

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