Ein scheinbar routinemäßiger Einsatz im Landkreis Harburg ist für drei Polizisten zu einem gefährlichen Zwischenfall geworden. Ein Hund griff einen der Beamten an und biss sich in dessen Hand fest. Daraufhin zogen zwei Polizisten ihre Dienstwaffen und erschossen das Tier.
Einsatz wegen Körperverletzung
Die Polizei wurde am Vormittag zu einer wechselseitigen Körperverletzung in ein Mehrfamilienhaus in Neu Wulmstorf nahe Hamburg gerufen. Als die Beamten am Einsatzort eintrafen, lief ihnen ein Pitbull aus einer offen stehenden Haustür entgegen und attackierte sofort einen der Polizisten. Der Hund verbiss sich in der Hand des Beamten, woraufhin zwei der drei Einsatzkräfte ihre Dienstwaffen zogen und auf das Tier schossen.
Verletzte und Strafverfahren
Der gebissene Polizist wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ein zweiter Beamter verletzte sich bei einem Sturz während des Vorfalls und musste ebenfalls medizinisch versorgt werden. Bei der ursprünglichen Auseinandersetzung, zu der die Polizei gerufen worden war, wurde eine 30-jährige Frau leicht verletzt. Auch sie kam zur Behandlung in ein Krankenhaus.
Gegen die Frau und den 36-jährigen Halter des Hundes wurden Strafverfahren wegen wechselseitiger Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittler prüfen zudem, ob der Hundehalter für den Angriff des Pitbulls verantwortlich gemacht werden kann.



