Polizei sucht mit Überwachungsvideos nach gewalttätigem Bus-Angreifer
Die Polizei in Aachen hat eine öffentliche Fahndung nach einem gewalttätigen Mann gestartet, der einen Busfahrer mit einer vollen Bierflasche ins Gesicht geschlagen haben soll. Der Vorfall ereignete sich bereits am 28. Juni 2025 in einem Linienbus der Aachener Verkehrsbetriebe (ASEAG), doch die Kriminalpolizei konnte den Täter bislang nicht ermitteln.
Gewalttätige Eskalation in Linienbus 35
Der Angriff geschah gegen 23 Uhr an der Haltestelle Scheibenstraße in Aachen. Zunächst geriet der unbekannte Mann mit einem Fahrgast der Linie 35 in Streit und schlug mindestens einmal mit der Faust auf diesen ein. Als der Busfahrer versuchte, die beiden Männer zu trennen und den Konflikt zu schlichten, richtete sich die Wut des Angreifers gegen ihn.
Ein Polizeisprecher schilderte den Vorfall: „Als der Busfahrer den Streit schlichten wollte, schlug der Tatverdächtige diesen mit einer vollen Bierflasche ins Gesicht, wobei er ihn oberhalb des linken Auges traf.“ Der Täter verließ anschließend den Bus und warf die Bierflasche in Richtung des bereits verletzten Busfahrers, der dieser weiteren Attacke jedoch noch ausweichen konnte.
Öffentliche Fahndung mit Überwachungsaufnahmen
Da alle bisherigen Ermittlungsversuche der Kripo erfolglos blieben, hat das Amtsgericht Aachen jetzt Überwachungsaufnahmen aus dem Bus für eine öffentliche Fahndung freigegeben. Die Aufnahmen zeigen einen Mann mit auffälligen Geheimratsecken und einem kurzen Bart, der zum Zeitpunkt der Tat ein gelbes T-Shirt trug.
Die Polizei bittet nun dringend um Zeugenhinweise. „Wir suchen nach Personen, die den Mann mit den charakteristischen Geheimratsecken und dem kurzen Bart kennen oder sonstige Informationen zu diesem Vorfall haben können“, so die Ermittler. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 0241-95 77 33 10 1 (außerhalb der Bürozeiten 0241-95 77 34 21 0) bei der Kriminalpolizei melden.
Der Fall zeigt erneut die Gefahren, denen Fahrpersonal im öffentlichen Nahverkehr ausgesetzt sein kann. Die Polizei betont die Bedeutung von Zeugenhinweisen für die Aufklärung dieser gefährlichen Körperverletzung und hofft auf die Mithilfe der Bevölkerung.



