Münchner Polizei fasst Radldiebe-Trio: Zehn teure Räder sichergestellt
Die Münchner Polizei hat am Sonntagabend in Schwabing drei mutmaßliche Radldiebe festgenommen und dabei zehn gestohlene Fahrräder im Gesamtwert von über 10.000 Euro sichergestellt. Der entscheidende Hinweis kam dabei ausgerechnet von einem der Verdächtigen selbst, der durch leichtsinniges Verhalten im Straßenverkehr auffiel.
Leichtsinniger Fehler führt zur Festnahme
Ein 23-jähriger Serbe radelte gegen 21 Uhr in der Belgradstraße an einer Streife der Polizeiinspektion 13 vorbei – während er telefonierte. Diese grobe Verkehrssünde veranlasste die Beamten zur Kontrolle. Als sie nachfragten, ob das Fahrrad ihm gehöre, geriet der Mann ins Stottern und konnte keine plausible Erklärung liefern.
Bei der Durchsuchung seines Rucksacks entdeckten die Polizisten einen Seitenschneider, ein typisches Werkzeug zum Knacken von Fahrradschlössern. Der Verdacht erhärtete sich, und der 23-Jährige wurde umgehend festgenommen.
Organisierter Diebstahl aufgedeckt
Die Ermittlungen der Polizei führten zu einem Versteck im Bereich Ingolstädter Straße und Frankfurter Ring, wo weitere gestohlene Räder deponiert waren. Als zwei weitere Männer – ein 38- und ein 22-jähriger Serbe – an diesem Ort vorbeikamen, wurden auch sie festgenommen.
In einem abgestellten Lieferwagen fanden die Beamten später zusätzliche gestohlene Fahrräder. Insgesamt geht die Polizei davon aus, dass das Trio mindestens zehn Räder in München gestohlen hat. Bei drei der sichergestellten Fahrräder konnten die rechtmäßigen Besitzer bereits identifiziert werden.
Fluchtgefahr und Untersuchungshaft
Die drei mutmaßlichen Radldiebe wurden dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der über eine mögliche Untersuchungshaft entscheiden muss. Da keiner der Männer in Deutschland einen festen Wohnsitz hat, besteht nach Polizeiangaben erhebliche Fluchtgefahr. Es ist daher wahrscheinlich, dass das Trio in U-Haft genommen wird.
Dieser Fall unterstreicht erneut das Problem des organisierten Fahrraddiebstahls in Großstädten und zeigt, wie selbst kleine Vergehen im Straßenverkehr zu größeren Ermittlungserfolgen führen können.



