Polizei in Uckermark greift bei Gewalt gegen Frauen ein: Zwei Festnahmen nach Übergriffen
In zwei alarmierenden Fällen innerhalb weniger Stunden musste die Polizei in der Uckermark eingreifen, um Frauen vor gewalttätigen Männern zu schützen. Ein Polizeisprecher berichtete am Mittwoch über die Vorfälle, bei denen eine Frau so schwer verletzt wurde, dass sie stationär im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Täter wurden jeweils vorläufig festgenommen und mit Wohnungsverweisen belegt.
Handfester Streit mit Alkohol und illegalem Auto
Am späten Dienstagabend wurden Polizeibeamte nach Hohenselchow-Groß Pinnow gerufen, nachdem Zeugen einen handfesten Streit unter Eheleuten bemerkt hatten. Nach ersten Ermittlungen schlug dort ein 35-jähriger Mann seine 34-jährige Ehefrau. Als die Polizisten eintrafen, bedrohte der Mann auch sie und gab erst Ruhe, nachdem er zu Boden gedrückt worden war.
Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,13 Promille, was auf erhebliche Trunkenheit hindeutet. Zuvor war der Mann mit einem Auto unterwegs, das weder versichert noch zugelassen war. Da er über keine Fahrerlaubnis verfügte, verstieß er zusätzlich gegen Verkehrsregeln. Zu den Vorwürfen der Körperverletzung und Bedrohung kommen somit weitere Delikte hinzu. Der Polizeisprecher fasste zusammen, dass der Mann die gemeinsame Wohnung vorerst nicht mehr betreten darf.
Übergriff mit möglichem Drogeneinfluss
Kurz darauf, am frühen Mittwochmorgen, rückte die Polizei nach Gartz aus, wo sich ein Streit in einer Wohnung über Stunden zugespitzt hatte. Dort wurde eine 43-jährige Frau von ihrem 47-jährigen Ehemann bedroht, geschlagen und verletzt. Der Mann soll zudem versucht haben, seiner Frau Geld abzunehmen, was als Raubversuch gewertet wird.
Die Frau konnte sich der Situation entziehen und Zeugen alarmieren, musste jedoch später mit ihren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden, wo sie ärztlich versorgt wurde. Die Polizei nahm den Schläger vorläufig fest. In diesem Fall könnten Drogen eine Rolle gespielt haben, weshalb eine Blutprobe des Mannes ausgewertet wird, die er im Krankenhaus abgeben musste. Auch ihm wurde ein Wohnungsverweis erteilt, während die Ermittlungen weiterlaufen.
Diese beiden Vorfälle unterstreichen die Bedeutung von Zeugen, die in Notfällen den Notruf wählen, um Gewaltopfern zu helfen. Die Polizei betont, dass solche Übergriffe konsequent verfolgt werden, um die Sicherheit der Betroffenen zu gewährleisten.



