Polizei fasst mutmaßliche Serien-Brandstifterin in Rostock
Die Kriminalpolizei in Rostock hat einen bedeutenden Erfolg im Kampf gegen Brandstiftungen erzielt. Beamte nahmen am Freitagnachmittag eine 39-jährige Frau fest, die mutmaßlich für mehrere Brände in den Stadtteilen Dierkow und Toitenwinkel verantwortlich ist. Die Festnahme erfolgte nur wenige Stunden nach den jüngsten Brandstiftungen, die innerhalb von 48 Stunden im selben Wohnhaus stattfanden.
Zwei Brände innerhalb kurzer Zeit
Die jüngsten Vorfälle ereigneten sich am Dienstagabend und Donnerstagabend in der Salvador-Allende-Straße in Toitenwinkel. Zunächst brannten zwei Keller, was mehrere Bewohner zur Flucht ins Freie zwang und einen Sachschaden von etwa 40.000 Euro verursachte. Weniger als zwei Tage später kam es erneut zu einem Brand im Kellerbereich desselben Wohnhauses. Die Polizei geht in beiden Fällen von vorsätzlicher Brandstiftung aus und ermittelt wegen schwerer Brandstiftung.
Festnahme bei Bekannter im Tatort-Wohnhaus
Die festgenommene Frau, die keinen festen Wohnsitz hat, hielt sich bei einer Bekannten in genau dem Wohnhaus auf, in dem die Brände gelegt wurden. Ermittler suchten die 39-Jährige am Freitag auf, eröffneten ihr einen Haftbefehl und führten sie in Handschellen ab. Sie wurde zum Amtsgericht Rostock gebracht, wo ein Haftrichter über die Erlassung eines Haftbefehls und eine mögliche Überstellung in eine Justizvollzugsanstalt entscheiden wird. Das Ergebnis dieser Entscheidung steht noch aus.
Verdacht auf weitere Brandstiftungen
Nach aktuellen Ermittlungserkenntnissen könnte die festgenommene Frau auch für weitere, teilweise schwere Brände im Rostocker Nordosten verantwortlich sein. Seit Dezember 2025 kam es in Dierkow und Toitenwinkel immer wieder zu zahlreichen Einsätzen, bei denen diverse Gegenstände angezündet wurden. Der wohl schwerste Brand ereignete sich Anfang Dezember letzten Jahres in der Joliot-Curie-Allee, wo ebenfalls Keller in Brand gesetzt wurden und neun Personen verletzt wurden.
Die Polizei betont, dass die schnelle Festnahme nach den jüngsten Vorfällen auf intensive Ermittlungsarbeit zurückzuführen ist. Die Beamten hatten die Brandserie im Nordosten Rostocks bereits seit Monaten im Fokus und konnten nun einen mutmaßlichen Täterkreis eingrenzen. Die Ermittlungen zu den möglichen Zusammenhängen zwischen den verschiedenen Brandstiftungen laufen weiter, während die festgenommene Frau in Gewahrsam bleibt.



