Polizei Brandenburg sucht mit Phantombild nach Verdächtigem
Die Polizei der Direktion Ost in Brandenburg fahndet öffentlich nach einem Mann, der im April vergangenen Jahres versucht haben soll, eine 14-jährige Jugendliche im Bahnhof Angermünde in einen Zug zu zerren. Der Vorfall ereignete sich auf dem Bahnsteig 1 in der Uckermark, und erst jetzt, ein Jahr später, wurde ein Phantombild veröffentlicht, um den Täter zu identifizieren.
Bedrohliche Situation auf dem Bahnsteig
Nach Angaben der Polizei saß die 14-Jährige auf einer Bank, als sich ein bislang unbekannter Mann neben sie setzte. Als das Mädchen aufstand, um sich einen anderen Platz zu suchen, hielt der Verdächtige sie am Arm fest und drückte sie gewaltsam zurück auf die Bank, berichtet Polizeisprecher Stefan Möhwald. Die Jugendliche konnte sich zunächst losreißen und flüchten, doch der Täter verfolgte sie offenbar.
Versuch, das Mädchen in den Zug zu bugsieren
Der Mann soll das Mädchen zurück auf die Bank gezerrt haben, gerade als ein Zug einfahr. In diesem kritischen Moment versuchte er, die 14-Jährige in den Zug zu bugsieren, so Möhwald weiter. Glücklicherweise gelang es dem Mädchen erneut, sich zu befreien und endgültig zu entkommen. Die Polizei betont, dass die Ermittlungen bisher nicht zur Identifizierung des Verdächtigen führten, weshalb nun die öffentliche Fahndung eingeleitet wurde.
Beschreibung des gesuchten Mannes
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zu einem Mann mit folgenden Merkmalen:
- Alter: etwa 20 bis 30 Jahre
- Erscheinung: dunkelblonde Haare, etwa 180 cm groß, kräftig oder muskulös gebaut
- Sprache: fließend Deutsch
- Bekleidung zum Tatzeitpunkt: schwarze Bomberjacke, schwarz/graue Schuhe der Marke New Balance, goldfarbene Uhr mit schwarzem Ziffernblatt
Hinweise zur Sicherheit im öffentlichen Raum
Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung von Wachsamkeit in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Bahnhöfen. Die Polizei rät insbesondere Jugendlichen und Kindern, in solchen Situationen laut um Hilfe zu rufen und sofort Fluchtwege zu nutzen. Die Fahndung zeigt, dass auch nach längerer Zeit noch Ermittlungen laufen, um Täter zur Rechenschaft zu ziehen.



