Silvesternachtsbrand Schweiz: Polizeischutz für Barbetreiber nach Eskalation mit Angehörigen
Polizeischutz für Barbetreiber nach Silvesternachtsbrand

Silvesternachtsbrand in Crans-Montana: Polizei schützt Barbetreiber vor aufgebrachten Angehörigen

Die Stimmung vor der neuen Befragung der Betreiber der Le Constellation-Bar in der Schweiz ist extrem aufgeheizt. Tränen, Wut und schwere Vorwürfe prägten die Szenerie, als Angehörige der Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana das Betreiberpaar heftig beschimpften und bedrängten. Die Polizei musste einschreiten, um Jessica Moretti sicher in das Gebäude in Sitten im Kanton Wallis zu bringen, wo die Vernehmungen stattfanden. Sie war gemeinsam mit ihrem Mann Jacques vor Ort.

Eskalation mit emotionalen Vorwürfen und Anschuldigungen

„Mörder“ und „ihr seid Monster“ riefen einige der anwesenden Personen den Morettis entgegen. Unter den Angehörigen befand sich auch die Familie von Trystan, einem 17-jährigen Jugendlichen, der zu den 41 Todesopfern der tragischen Silvesternacht gehört. Sie trugen T-Shirts mit dem Foto des Verstorbenen, um ihre Trauer und Wut sichtbar zu machen. „Ich bin hier, um Jessica Moretti zu zeigen, dass sie Familien zerstört hat“, erklärte Trystans 14-jähriger Bruder Tobyas gegenüber dem Portal „20 Minuten“. „Dass sie uns in die Augen schaut und sieht, wie es uns geht.“

Hintergrund der Ermittlungen und des verheerenden Brands

Gegen das Betreiberpaar Jessica und Jacques Moretti wird aktuell wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Sie sind gegen Kaution auf freiem Fuß. Der Brand brach in der voll besetzten Bar Le Constellation aus, als durch funkensprühende Partyfontänen Schaumstoff an der Decke in Brand geriet. Viele der Besucherinnen und Besucher schafften es über die enge Treppe nicht rechtzeitig aus der Kellerbar zu entkommen.

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Rund 80 Personen wurden bei dem Unglück teils schwer verletzt, viele von ihnen waren minderjährig und unter 18 Jahren alt. Einige der Verletzten dürften noch Monate im Krankenhaus verbringen müssen, was die langfristigen Folgen der Katastrophe unterstreicht.

Besondere Maßnahmen der Staatsanwaltschaft für Transparenz

Die Staatsanwaltschaft hatte die Befragung der Beschuldigten bewusst auf das Gelände des Campus Energypolis verlegt. Dieser Schritt sollte möglichst vielen Opferanwälten und Angehörigen die Gelegenheit bieten, der Vernehmung beizuwohnen und so für mehr Transparenz im Verfahren zu sorgen. Dennoch eskalierte die Situation, sodass polizeiliche Schutzmaßnahmen notwendig wurden, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.

Die emotional aufgeladene Atmosphäre spiegelt die tiefe Betroffenheit und das anhaltende Leid der Hinterbliebenen wider, die nach Antworten und Gerechtigkeit suchen. Die Ermittlungen zu den genauen Ursachen und der Verantwortung für die Brandkatastrophe dauern an, während die Gemeinde weiterhin mit den Folgen der Tragödie zu kämpfen hat.

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