Prozessbeginn in Auckland: Deutsche Touristin in Neuseeland vergewaltigt
Drei Tatverdächtige im Alter von 19, 19 und 21 Jahren müssen sich seit Montag vor dem Bezirksgericht in Auckland verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, eine junge deutsche Rucksacktouristin in den frühen Morgenstunden des 1. Januar 2025 vergewaltigt zu haben. Die Frau hatte zuvor auf der berühmten Karangahape Road Silvester gefeiert.
Albtraum an Silvester: Von der Feier in den Lieferwagen
Die Touristin wollte das neue Jahr unter Menschen feiern und das Leben genießen, doch ihr Silvesterabend endete in einem traumatischen Albtraum. Den drei Männern wird angelastet, die Deutsche von den übrigen Feiernden weggeführt zu haben. Anschließend sei sie in einen Lieferwagen gelockt und in ein abgelegenes Industriegebiet gefahren worden. Dort sollen die mutmaßlichen Täter die Frau vergewaltigt und sie anschließend vor ihrem Hostel im Stadtzentrum von Auckland abgesetzt haben.
Die Karangahape Road, von Einheimischen nur K' Road genannt, gilt als buntes Szeneviertel im Herzen der neuseeländischen Metropole. Mit ihren Bars, Cafés, Vintage-Läden und pulsierendem Nachtleben ist sie besonders an Silvester ein beliebter Treffpunkt für Touristen und Einheimische gleichermaßen.
Tatverdächtige unter strengen Auflagen auf Kaution frei
Obwohl den drei Männern schwere Vorwürfe der sexuellen Nötigung gemacht werden, kamen sie gegen Kaution frei. Allerdings unter strengen Auflagen: Zwischen 19 und 7 Uhr morgens gilt für sie eine Ausgangssperre. Zudem dürfen sie die Innenstadt von Auckland nicht betreten. Die mutmaßlichen Täter sind keine gebürtigen Neuseeländer, sondern waren erst im Jahr 2021 aus einem vom Krieg zerrütteten Land nach Neuseeland eingewandert. Welches Land konkret gemeint ist, wurde nicht bekannt gegeben.
Die Festnahme der drei Männer erfolgte bereits Anfang des Jahres 2025, nachdem die deutsche Touristin die Tat angezeigt hatte. Seitdem ermitteln die neuseeländischen Behörden intensiv. Im nun begonnenen Gerichtsprozess droht den Angeklagten im Falle einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren.
Der Fall hat in Neuseeland und international für Aufsehen gesorgt und wirft Fragen zur Sicherheit von Touristen in beliebten Nachtlebenvierteln auf. Die neuseeländische Justiz betont, dass solche Taten mit aller Härte verfolgt werden. Der Prozess wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern, während die deutsche Touristin mit den psychischen Folgen der Tat zu kämpfen hat.



