Queere Aktivisten in Halle: Sichtbarkeit trotz Bedrohung
Queere Aktivisten in Halle zeigen sich trotz Bedrohung

Queere Aktivisten in Halle lassen sich nicht verstecken. Trotz wachsender Bedrohungen zeigen sie sich öffentlich und kämpfen für ihre Rechte. Elke Prinz, eine engagierte Aktivistin aus Halle, die im Herbst 2025 mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet wurde, berichtet von schwindenden Freiräumen. „Wir gehen nur noch selten Hand in Hand durch die Stadt“, sagt sie. Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans- und A-Sexuellen-Feindlichkeit wurde auf dem Marktplatz in Halle begangen, um ein Zeichen zu setzen.

Historischer Rückblick und aktuelle Lage

Es ist noch keine 40 Jahre her, dass Homosexualität in Deutschland nicht mehr als Krankheit galt. Seitdem haben queere Menschen viele Freiheiten erkämpft. Doch diese Errungenschaften sehen sie nun bedroht. Der Arbeitskreis Queer in Halle organisiert regelmäßig Aktionen, um auf die Situation aufmerksam zu machen. „Wir dürfen uns nicht zurückziehen“, betont Prinz. „Nur wenn wir sichtbar sind, können wir unsere Rechte verteidigen.“

Bundesverdienstorden für Engagement

Elke Prinz wurde für ihr langjähriges Engagement von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geehrt. Sie setzt sich seit Jahrzehnten für die Rechte queerer Menschen ein. „Die Auszeichnung ist eine Anerkennung, aber der Kampf geht weiter“, sagt sie. Viele queere Menschen fühlen sich zunehmend unsicher. „Wir erleben mehr Anfeindungen, sowohl online als auch im Alltag.“

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Die Veranstaltung am Roten Turm in Halle war ein deutliches Signal: Queere Menschen sind präsent und lassen sich nicht einschüchtern. „Wir fordern Respekt und Gleichberechtigung“, so Prinz. Der Tag gegen Queerfeindlichkeit wird weltweit begangen, um auf Diskriminierung und Gewalt aufmerksam zu machen.

Zukunft der queeren Bewegung

Trotz der Herausforderungen bleibt die Bewegung optimistisch. „Wir sehen, dass immer mehr Menschen uns unterstützen“, sagt Prinz. „Das gibt uns Kraft.“ Die Sichtbarkeit queerer Menschen ist ein wichtiger Schritt, um Vorurteile abzubauen und Akzeptanz zu fördern. „Jeder kann etwas tun: Hinschauen, wenn jemand angegriffen wird, oder sich in Organisationen engagieren.“

Die Aktivistin appelliert an die Gesellschaft, nicht wegzuschauen. „Queere Menschen sind Teil unserer Gesellschaft. Ihre Rechte sind Menschenrechte.“

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