Rassistische Gesänge auf Teenie-Party in Falkenberg: Polizei ermittelt
Die Polizei hat Ermittlungen wegen rassistischer Gesänge auf einer Teenager-Party in Falkenberg im Landkreis Elbe-Elster aufgenommen. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde der Vorstand von Amts wegen aufgenommen, und die Ermittlungen laufen bereits. Der Fall wird später an die Staatsanwaltschaft übergeben, um zu prüfen, ob strafrechtliche Relevanz besteht.
Empörung über rassistische Parolen
Mehrere Jugendliche stimmten vor einigen Tagen auf der Party in einem Club rassistische Parolen zum Partyhit "L'Amour toujours" an. In einem auf Instagram veröffentlichten Video ist deutlich zu hören, wie mehrfach "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" gerufen wird. Das Video hat im Internet für große Empörung gesorgt.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) äußerte sich auf Instagram fassungslos zu dem Vorfall. "Wir dürfen dazu niemals schweigen!", schrieb er und betonte die Notwendigkeit, gegen Rassismus entschieden vorzugehen.
Wiederholter Missbrauch des Liedes
Der Partyhit "L'Amour toujours" ist über 20 Jahre alt und hat eigentlich keinen Text im Refrain. Dennoch wird das Lied immer wieder für rassistische Parolen missbraucht. Bereits 2024 sorgte ein ähnlicher Vorfall für Aufsehen, als Besucher einer Bar auf der Nordseeinsel Sylt zu der Melodie "Ausländer raus" und "Deutschland den Deutschen" riefen.
Die Polizei prüft nun intensiv den aktuellen Fall in Falkenberg. Die Ermittlungen konzentrieren sich darauf, ob die Gesänge strafrechtlich relevant sind und wer für die rassistischen Äußerungen verantwortlich ist. Die Behörden betonen, dass solche Vorfälle nicht toleriert werden und konsequent verfolgt werden.
Der Vorfall unterstreicht die anhaltende Herausforderung, Rassismus in der Gesellschaft zu bekämpfen, insbesondere unter Jugendlichen. Experten fordern verstärkte Aufklärungsarbeit und Präventionsmaßnahmen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.



