Razzien gegen rechtsextreme "Letzte Verteidigungswelle" in mehreren Bundesländern
Razzien gegen rechtsextreme "Letzte Verteidigungswelle"

Großrazzia gegen mutmaßliche rechtsextreme Terrorgruppe

Die Bundesanwaltschaft hat am Dienstagmorgen eine umfangreiche Razzia gegen die rechtsextremistische Gruppierung "Letzte Verteidigungswelle" durchgeführt. Die Maßnahmen erstreckten sich über insgesamt 16 Orte in sechs verschiedenen Bundesländern, darunter mehrere Standorte in Mecklenburg-Vorpommern.

Zehn Beschuldigte im Fokus der Ermittlungen

Insgesamt stehen zehn Personen im Verdacht, Mitglieder der als terroristisch eingestuften Vereinigung zu sein. Laut Angaben der Bundesanwaltschaft soll einer der Beschuldigten als Rädelsführer fungiert haben. Gegen zwei weitere Personen wird zusätzlich wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Die Durchsuchungen fanden in folgenden Regionen statt:

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  • Mecklenburg-Vorpommern (Rostock, Landkreis Rostock, Landkreis Nordwestmecklenburg, Wismar)
  • Nordrhein-Westfalen
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein

Verdacht auf Mitgliedschaft in terroristischer Vereinigung

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, sich zwischen April und Dezember 2024 der rechtsextremistischen Gruppierung angeschlossen zu haben. Seit diesem Zeitpunkt sollen sie aktiv für die "Letzte Verteidigungswelle (L.V.W)" tätig gewesen sein. Die Ermittler gehen von einer kontinuierlichen Mitgliedschaft in der inländischen terroristischen Vereinigung aus.

Bei den Durchsuchungen waren Beamte des Bundeskriminalamtes sowie örtliche Polizeikräfte der beteiligten Bundesländer im Einsatz. Trotz der umfangreichen Maßnahmen wurden laut Generalbundesanwalt keine Festnahmen vorgenommen. Die Razzien dienten ausschließlich der Sicherung von Beweismitteln und der Überprüfung bestehender Verdachtsmomente.

Reporter vor Ort in Mecklenburg-Vorpommern

Ein Reporter des Nordkurier war bei einer der Durchsuchungen in der Nähe von Rerik und Kühlungsborn im Landkreis Rostock mit der Kamera dabei. Die Aufnahmen zeigen den Einsatz der Sicherheitskräfte gegen die mutmaßlichen Mitglieder der rechtsextremistischen Organisation.

Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen die "Letzte Verteidigungswelle" laufen weiter. Die Behörden betonen, dass es sich um präventive Maßnahmen handelt, um mögliche Gefahren durch die rechtsextremistische Gruppierung frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.

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