Russell Brand bestreitet schwere Vorwürfe vor Londoner Gericht
Der britische Schauspieler und frühere Comedian Russell Brand hat im Verfahren um mehrere Missbrauchsvorwürfe, darunter auch Vergewaltigung, auf nicht schuldig plädiert. Dies berichtete die britische Nachrichtenagentur PA aus dem Southwark Crown Court in London, wo der 50-Jährige sich vor Gericht verantworten muss.
Auftritt mit Bibel und auffälliger Kleidung
Vor dem Gerichtsgebäude erschien Brand gewohnt flamboyant gekleidet mit einem weit aufgeknöpften Hemd im Tigerfell-Muster, einem beigefarbenen Hut und einer Sonnenbrille. Auffällig war, dass der Ex-Mann von US-Sängerin Katy Perry eine Bibel mit zahlreichen Notizzetteln in der Hand trug. Der Schauspieler muss sich wegen schwerer sexueller Straftaten verantworten, die ihm zur Last gelegt werden.
Mehrere Fälle werden gebündelt verhandelt
Russell Brand wurde bereits in weiteren ähnlichen Fällen angeklagt, zu denen er sich ebenfalls nicht schuldig bekannte. Die verschiedenen Vorwürfe sollen nun in einem gebündelten Verfahren verhandelt werden. Mit dem Prozessbeginn wird im Juni dieses Jahres gerechnet, wie aus Gerichtskreisen verlautete.
Konkrete Vorwürfe aus dem Zeitraum 1999 bis 2009
Dem Schauspieler wird unter anderem vorgeworfen, eine Frau in einem Hotel vergewaltigt zu haben. Zusätzlich soll er eine TV-Mitarbeiterin an der Brust angefasst und sie zum Oralsex gezwungen haben. Diese Vorfälle ereigneten sich laut Anklage im Zeitraum zwischen 1999 und 2009. Die Ermittlungen und das nun anstehende Gerichtsverfahren haben international für Aufmerksamkeit gesorgt.
Der Prozess gegen den 50-jährigen Briten wird mit Spannung erwartet, da es sich um schwerwiegende Vorwürfe handelt, die der Prominente entschieden bestreitet. Die gerichtliche Aufarbeitung der Anschuldigungen wird voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen und genau beobachtet werden.



