Trauriger Rekord: Drogentote in Sachsen-Anhalt erreichen historischen Höchststand
Im Jahr 2024 sind in Sachsen-Anhalt 61 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben. Diese Zahl markiert einen traurigen Höchstwert in der Geschichte des Bundeslandes. Laut Angaben des Innenministeriums in Magdeburg wurden noch nie zuvor so viele Drogentote registriert. Im Vergleich dazu lag die Zahl im Jahr 2023 bei 54 und im Vorjahr bei 48 Todesfällen.
Demografische Verteilung der Opfer
Unter den Verstorbenen befanden sich im vergangenen Jahr 12 Frauen und 49 Männer. Besonders betroffen waren Personen im Alter zwischen 41 und 51 Jahren. Erfreulicherweise wurde kein Todesfall unter 18 Jahren gemeldet, was jedoch den allgemeinen Anstieg der Drogenopfer nicht relativiert.
Mischkonsum als Haupttodesursache
Als dominierende Todesursachen wurden Fälle des Langzeitmissbrauchs verschiedener Drogen identifiziert. Im Jahr 2025 wurde in vielen Fällen der Mischkonsum von Betäubungsmitteln mit Cannabis und/oder Alkohol sowie die Kombination von Betäubungsmitteln mit Arzneimitteln als tödliche Ursache festgestellt. Der zusätzliche Missbrauch von Alkohol spielte dabei eine signifikante Rolle.
Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Gefahr, die von polyvalentem Drogenkonsum ausgeht. Die Behörden betonen die Notwendigkeit verstärkter Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen, um dieser besorgniserregenden Tendenz entgegenzuwirken.



