Online-Anlagebetrug in Sachsen: Zwei Senioren verlieren über 150.000 Euro durch KI-Versprechen
Sachsen: Senioren verlieren 150.000 Euro durch Online-Betrug

Online-Anlagebetrug in Sachsen: Zwei Senioren verlieren über 150.000 Euro durch KI-Versprechen

Die Polizei in Sachsen warnt eindringlich vor unseriösen Angeboten bei Online-Geldanlagen. Zwei Fälle von Online-Anlagebetrug beschäftigen aktuell die Ermittlungsbehörden. Ein 67 Jahre alter Mann aus Chemnitz und eine 66-jährige Frau aus Döbeln im Landkreis Mittelsachsen überwiesen in den vergangenen Monaten hohe Geldbeträge ins Ausland, nachdem ihnen im Internet unrealistisch hohe Renditen versprochen worden waren.

Chemnitzer Mann verliert 130.000 Euro durch Aktienmodell-Betrug

Nach Angaben der Polizei wurde der 67-jährige Mann aus Chemnitz bereits im Oktober 2025 auf ein vermeintliches Aktienanlagemodell aufmerksam. Ihm seien außergewöhnlich hohe Gewinne in Aussicht gestellt worden. In der Folge überwies er rund 130.000 Euro auf ein Konto in Litauen. Als er sich die angeblichen Erträge auszahlen lassen wollte, sollten plötzlich weitere 20.000 Euro als angebliche Gebühr fällig werden. In diesem Moment erkannte der Mann den Betrug, doch sein investiertes Geld war bereits nicht mehr verfügbar.

Döbelner Frau fällt auf KI-Anlage-Versprechen herein

Ähnlich verlief der Fall der 66-jährigen Frau aus Döbeln. Sie war Anfang Dezember 2025 über Facebook auf eine WhatsApp-Gruppe aufmerksam geworden. Dort habe sich eine angebliche Finanzberaterin gemeldet und eine gewinnbringende, künstlich-intelligenzgestützte Aktienanlage versprochen. Die Frau überwies nach Polizeiangaben insgesamt 25.500 Euro auf ein Konto in Luxemburg. Als ihr ungewöhnlich hohe Gewinne angezeigt wurden, wurde sie misstrauisch und bemerkte den Betrug.

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Polizei leitet Ermittlungen ein und gibt Warnhinweise

Beide Betroffene erstatteten am Montag Anzeige bei den zuständigen Behörden. Die Polizei leitete umgehend Ermittlungsverfahren wegen Betrugs ein und warnt die Bevölkerung nachdrücklich vor unseriösen Angeboten bei Online-Geldanlagen. Hohe Renditeversprechen ohne nachvollziehbare Grundlage seien ein deutliches Warnsignal. Die Ermittler betonen, dass seriöse Anlageberater niemals unrealistische Gewinnversprechen machen würden und raten zu besonderer Vorsicht bei Konten in ausländischen Ländern wie Litauen oder Luxemburg.

Die Polizei empfiehlt, bei verdächtigen Angeboten immer zuerst unabhängige Finanzberater oder Verbraucherschutzzentralen zu konsultieren. Besonders ältere Menschen sollten bei unerwarteten Kontaktaufnahmen im Internet oder über soziale Medien äußerst skeptisch sein. Die Ermittlungen in beiden Fällen dauern an, während die Polizei weitere potenzielle Opfer sucht und die Öffentlichkeit für diese Betrugsmaschen sensibilisiert.

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