Ein makaberer Fund sorgt für einen Großeinsatz am Geiseltalsee: Bereits Ende März wurde ein menschlicher Schädel entdeckt, und nun suchen Polizeitaucher nach weiteren Knochen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, und viele Fragen sind noch offen.
Großeinsatz am Seeufer
Am Montagvormittag rückte ein grünes Fahrzeug mit der Aufschrift „Tauchergruppe“ an und fuhr entlang der engen Straßen zum Ufer des Geiseltalsees in Stöbnitz. In der folgenden Stunde trafen zahlreiche weitere Einsatzwagen der Polizei ein, darunter Anhänger mit Polizeibooten, ein zweites Fahrzeug der Tauchergruppe Thüringen sowie das Ordnungsamt der Stadt Mücheln.
Bergung der Überreste
Die Taucher wurden mit Polizeibooten zu potenziellen Fundorten auf dem See gebracht, wo sie ins Wasser gelassen wurden. Die Bergung des Schädels und die Suche nach weiteren menschlichen Überresten gestalten sich schwierig, da der See weitläufig ist und die Sicht unter Wasser eingeschränkt sein kann.
Die Polizei hat bislang keine Angaben zur Identität des Toten oder zu den Umständen des Todes gemacht. Es wird jedoch nicht ausgeschlossen, dass es sich um einen Unglücksfall oder ein Verbrechen handeln könnte. Die Ermittlungen dauern an, und die Behörden hoffen, durch die Taucher Einsätze weitere Hinweise zu erhalten.
Der Geiseltalsee ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, und der Fund hat bei Anwohnern und Besuchern für Bestürzung gesorgt. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Wer Beobachtungen gemacht hat oder Informationen zu dem Fall geben kann, möge sich bei der zuständigen Dienststelle melden.



