Nienburg (Niedersachsen) – Am Dienstagnachmittag fielen plötzlich Schüsse in der niedersächsischen Stadt Nienburg. Eine Person kam ums Leben, eine weitere wurde schwer verletzt. Die Polizei nahm zwei Verdächtige noch am Tatort vorläufig fest.
Eskalation in der Lehmwandlung
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler kam es gegen 15 Uhr zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen mehreren Personen im Bereich Lehmwandlung/Hannoversche Straße. Die Situation eskalierte, als ein Schusswechsel zwischen den Beteiligten ausbrach. Ein Mann wurde dabei tödlich getroffen, eine weitere Person erlitt schwere Verletzungen. Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten per Hubschrauber in ein nahegelegenes Krankenhaus.
Hintergrund: Seit Jahren andauernde Familienfehde
Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, sollen zwei kurdische Großfamilien hinter dem blutigen Vorfall stecken. Diese liegen seit Jahren im Streit und stehen sich immer wieder vor Gericht gegenüber. Das Opfer sollte noch am selben Tag wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Verden erscheinen. Die genauen Hintergründe der Schießerei sind Gegenstand laufender Ermittlungen.
Die Polizei betonte, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestehe. Sie forderte jedoch auf, den Tatort weiträumig zu meiden. Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.



