Die Bundesregierung verstärkt den Kampf gegen Organisierte Kriminalität (OK) und Schleuserkriminalität durch gezielte Vermögensabschöpfung. Laut einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion erzielten OK-Gruppierungen im Jahr 2024 einen kriminellen Ertrag von 798,8 Millionen Euro, wovon 54,9 Millionen Euro auf Schleusungskriminalität entfielen.
Fast 40 Millionen Euro sichergestellt
Das Bundesinnenministerium unter Alexander Dobrindt (CSU) betont, dass die Vermögensabschöpfung neben Kriminalprävention und Sanktionierung die dritte Säule der Kriminalitätsbekämpfung bilde. In nahezu allen Ermittlungsverfahren wegen Schleusungskriminalität würden Finanzermittlungen geführt. Im Berichtsjahr 2024 konnten Vermögenswerte in Höhe von 39,6 Millionen Euro sichergestellt werden.
Follow the Money als Strategie
Der Ansatz „Follow the money“ sei ein zentraler Pfeiler der Strategie der Bundesregierung, um kriminellen Beteiligten Gewinne und Mittel für Reinvestitionen zu entziehen. Der am 25. Februar 2026 vorgelegte Gemeinsame Aktionsplan gegen Organisierte Kriminalität enthalte zahlreiche Maßnahmen, um kriminelle Netzwerke konsequenter zu bekämpfen und ihnen die finanzielle Grundlage zu entziehen. Zudem bereitet die Bundesregierung ein Gesetzgebungsvorhaben zur Optimierung der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung vor, basierend auf Empfehlungen einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe.
Die Frage der AfD-Fraktion nach Bandbreiten finanzieller Entgelte für Schleusungsleistungen blieb unbeantwortet. Eine genaue Aufschlüsselung nach Routen, Transportarten oder Organisationsformen liege nicht vor, da die Preise stark variieren können.



