Münchner Polizei schnappt Schockanrufer mit 50.000 Euro Beute im Hauptbahnhof
Schockanrufer mit Goldbeute in München gefasst

Münchner Polizei schnappt Schockanrufer mit wertvoller Beute

Ein mutmaßlicher Trickbetrüger ist der Münchner Polizei direkt in die Arme gelaufen. Bei einer verdachtsunabhängigen Kontrolle im Hauptbahnhof am Donnerstagmorgen kurz vor 11 Uhr fielen Beamten der Polizeiinspektion 16 ein verdächtiger Mann auf. Der 45-jährige Pole, der sich auf dem Heimweg nach Berlin befand, wurde kontrolliert – mit überraschendem Ergebnis.

Goldschatz im Gepäck

Bei der Durchsuchung des Verdächtigen entdeckten die Polizisten einen regelrechten Schatz: gut ein halbes Dutzend schwere Münzen aus Gold und Silber mit einem Gesamtwert von rund 50.000 Euro. Der Mann geriet sofort in Erklärungsnot, als er gefragt wurde, ob die Münzen ihm gehören und ob er einen Eigentumsnachweis vorlegen könne. Da er keine plausiblen Angaben machen konnte, wurde er festgenommen und abgeführt.

Zusammenhang mit Schockanruf-Betrug aufgeklärt

Die Ermittlungen des Kommissariats 61 deckten schnell den Ursprung der wertvollen Münzen auf. Diese gehörten einer 75-jährigen Rentnerin aus dem Münchner Stadtteil Aubing. Die Seniorin war am Vortag Opfer eines klassischen Schockanruf-Betrugs geworden.

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Ein Unbekannter hatte sie telefonisch kontaktiert und behauptet, ihr Enkel habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine schwangere Frau und ihr ungeborenes Kind verletzt worden seien. Um zu verhindern, dass der Enkel in Untersuchungshaft komme, müsse die Frau Kaution hinterlegen. In ihrer Sorge übergab die Rentnerin später an ihrer Wohnung einem Abholer ihre wertvolle Sammlung aus Gold- und Silbermünzen.

Betrug fliegt auf – Münzen kehren zurück

Erst nach der Übergabe erreichte die Seniorin telefonisch ihren Enkel und erkannte, dass sie betrogen worden war. Sie erstattete umgehend Anzeige bei der Polizei. Die Geschichte nimmt nun ein glückliches Ende: Die Rentnerin erhält all ihre Gold- und Silbermünzen zurück, die bei dem Verdächtigen sichergestellt wurden.

Verdächtiger sitzt in Untersuchungshaft

Der 45-jährige Pole, der der Polizei bereits wegen früherer Eigentumsdelikte und Diebstähle bekannt war, sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Bei ihm wurden neben den wertvollen Münzen auch mehrere Mobiltelefone und Bargeld sichergestellt. Dem Mann droht im Fall einer Verurteilung eine langjährige Freiheitsstrafe.

Schockanrufe bleiben Problem in München

Der Fall zeigt erneut das Ausmaß des Problems mit Schockanruf-Betrügereien. Allein am Mittwoch vor dem Vorfall wurden in München 25 Fälle solcher Betrugsmaschen bei der Polizei angezeigt. Die Münchner Polizei zeigt sich mit dem erfolgreichen Zugriff jedoch zufrieden – ein Fall, bei dem Kommissar Zufall hilfreich zur Seite stand und eine betagte Münchnerin vor einem finanziellen Desaster bewahrt wurde.

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