Schüsse am Washington Monument: Secret Service stoppt bewaffneten Mann
Schüsse am Washington Monument: Secret Service stoppt Mann

In der US-Hauptstadt Washington, D.C. hat es erneut einen schwerwiegenden Vorfall mit Schusswaffen gegeben, bei dem der Secret Service eingreifen musste. Ein bewaffneter Mann eröffnete in unmittelbarer Nähe des Weißen Hauses das Feuer auf Einsatzkräfte und verletzte dabei einen unbeteiligten Jugendlichen. Der Secret Service teilte mit, dass Beamte das Feuer erwidert und den Verdächtigen getroffen hätten, nachdem dieser seine Waffe gezogen und auf sie geschossen habe. Rettungskräfte brachten sowohl den Jugendlichen als auch den Angreifer umgehend in umliegende Krankenhäuser. Nähere Angaben zum Gesundheitszustand des bewaffneten Mannes machte die Sicherheitsbehörde zunächst nicht.

Hintergründe des Vorfalls

Der Vorfall ereignete sich am Montagnachmittag gegen 15.30 Uhr Ortszeit in der Nähe des Washington Monuments, nur wenige Blocks vom Weißen Haus entfernt. Nach Angaben von Vize-Direktor Matt Quinn waren zivile Einsatzkräfte des Secret Service auf den Mann aufmerksam geworden, weil sich unter dessen Kleidung die Kontur einer Schusswaffe abzeichnete. Der Verdächtige flüchtete zunächst kurzzeitig, bevor uniformierte Beamte ihn stellen konnten. Dabei eröffnete er das Feuer. Ein jugendlicher Passant wurde den bisherigen Erkenntnissen zufolge von Schüssen des Angreifers getroffen, erlitt jedoch keine lebensgefährlichen Verletzungen.

Das Gelände des Weißen Hauses selbst war nicht direkt betroffen, dennoch wurde die Regierungszentrale kurzzeitig abgeriegelt. Journalisten wurden vorsichtshalber von Sicherheitskräften in den Presseraum gebracht. US-Präsident Donald Trump setzte unterdessen eine geplante Veranstaltung mit Kleinunternehmern fort, ohne dass es zu weiteren Störungen kam.

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Verbindung zu früherem Vorfall

Dieser Vorfall ereignet sich nur etwas mehr als eine Woche nach einem ähnlichen Sicherheitszwischenfall. Damals hatte ein Mann versucht, mit einer Schusswaffe zu einer Gala vorzudringen, an der auch Präsident Trump teilnahm. Der mutmaßliche Angreifer, Cole Tomas Allen, wurde nach den Schüssen beim Korrespondentendinner in Washington, D.C. wegen versuchten Mordes angeklagt. US-Staatsanwältin Jocelyn Ballantine erklärte: „Er hat versucht, den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald J. Trump, zu ermorden.“ Ein Richter ordnete an, dass der Mann vorläufig in Haft bleibt. Laut Überwachungskameras war Allen am Rande des Dinners versucht, eine Sicherheitskontrolle im Washingtoner Hilton-Hotel zu überwinden, indem er in hohem Tempo an einem Posten vorbeirennte. Bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse, bei denen ein Sicherheitsbeamter getroffen wurde, aufgrund seiner Schutzweste jedoch nur leichte Verletzungen davontrug.

Die Ermittlungen zu beiden Vorfällen dauern an. Der Secret Service hat seine Sicherheitsmaßnahmen rund um das Weiße Haus und andere Regierungsgebäude verstärkt.

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