Sondereinheit 'Ferrum' übernimmt Ermittlungen nach Schüssen auf Wohnungstür in Köpenick
Schüsse auf Wohnungstür: Sondereinheit 'Ferrum' ermittelt in Köpenick

Sondereinheit 'Ferrum' ermittelt nach Schüssen auf Wohnungstür in Köpenick

In Berlin-Köpenick sind in der Nacht zu Mittwoch mehrere Schüsse auf eine Wohnungstür abgefeuert worden. Die alarmierte Polizei fand an der Grünauer Straße in einem Mehrfamilienhaus die Spuren des Vorfalls vor. Verletzt wurde nach aktuellen Erkenntnissen niemand, da sich zum Zeitpunkt der Schüsse niemand in der betroffenen Wohnung befand. Die Täter konnten unerkannt entkommen.

Spezialeinheit übernimmt Ermittlungen zu mehreren Vorfällen

Die Ermittlungen hat die Sondereinheit „Ferrum“ (deutsch: Eisen) im Landeskriminalamt übernommen. Diese Spezialtruppe ist auch für zwei weitere Schießereien der vergangenen Tage zuständig:

  • Am Sonntag wurde auf eine Shishabar in Berlin-Wedding geschossen, wobei eine Person durch Glassplitter leicht verletzt wurde.
  • Ebenfalls am Sonntagabend gab es mehrere Schüsse auf eine Werkstatt in Neukölln, ohne dass Verletzungen gemeldet wurden.

Verstärkte Kontrollen und Razzien zeigen Wirkung

Die Einheit „Ferrum“ wurde nach einer Häufung von Schießereien Ende vergangenen Jahres eingerichtet. Seitdem geht sie mit gezielten Razzien in Bars, Restaurants und an bekannten Treffpunkten von Kriminellen gegen gewalttätige Banden vor. Innen-Staatssekretär Christian Hochgrebe (SPD) berichtete im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses von beachtlichen Erfolgen:

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  1. Innerhalb von drei Monaten wurden 12 scharfe Schusswaffen und 192 Patronen beschlagnahmt.
  2. Die Kriminalpolizei leitete 223 Ermittlungsverfahren ein, in 49 Fällen wurden Verdächtige identifiziert.
  3. Richter erließen 9 Haftbefehle gegen Tatverdächtige.

Zusätzlich überprüfte die Polizei in diesem Zeitraum 796 Lokale sowie 2.990 Autos und andere Fahrzeuge. Bei 4.996 Personen wurden die Personalien festgestellt. Trotz dieser verstärkten Maßnahmen kommt es weiterhin zu Vorfällen wie dem in Köpenick, was die anhaltende Herausforderung für die Sicherheitsbehörden unterstreicht.

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