Polizei-Einsatz in Neukölln nach Schussmeldungen in der Hasenheide
Am Nachmittag des 23. März 2026 rückte die Polizei mit einem größeren Aufgebot in den Volkspark Hasenheide in Berlin-Neukölln aus. Grund dafür waren Zeugenmeldungen, die gegen 14:30 Uhr Schüsse im Park gemeldet hatten. Die Einsatzkräfte, darunter rund 50 Polizistinnen und Polizisten, suchten den Bereich mit Unterstützung eines Hubschraubers und Spürhunden ab. Nach knapp drei Stunden wurde die Suche beendet, ohne dass mögliche Verletzte oder Tatverdächtige festgestellt werden konnten.
Einsatzverlauf und Sperrungen
Die Polizei prüfte, ob eine Gefahrenlage im Park vorlag, und sperrte den angrenzenden Columbiadamm in beide Fahrtrichtungen. Menschen vor Ort wurden befragt, um weitere Informationen zu sammeln. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde die Strecke wieder freigegeben. Die Ermittlungen zu dem Vorfall übernimmt die örtlich zuständige Polizeidirektion 5.
Die Polizei teilte auf der Plattform X mit, dass weder Verletzte noch Tatverdächtige gefunden wurden. Dieser Einsatz reiht sich in eine besorgniserregende Entwicklung in Berlin ein, wo es in den vergangenen Monaten vermehrt zu Schüssen auf den Straßen gekommen ist.
Hintergrund: Vermehrte Schießereien in Berlin
Erst in der Nacht zum Sonntag wurde ein 38-jähriger Mann in Schöneberg angeschossen und im Unterkörper getroffen. Der Verletzte kam ins Krankenhaus, Lebensgefahr bestand laut Polizei nicht. Die Täter sollen nach dem Angriff mit einem Auto geflüchtet sein, die Fahndung blieb zunächst ohne Erfolg.
Solche Taten sind Teil einer Serie von Schüssen auf Menschen im kriminellen Milieu, die oft zu Leicht- oder Schwerverletzten führen. Laut Polizei handelt es sich dabei häufig um Erpressungen von Geschäftsleuten, Revierkämpfe und Auseinandersetzungen in der organisierten Kriminalität.
Maßnahmen gegen organisierte Kriminalität
Wegen dieser Entwicklung wurden bei der Polizei die Sondereinheit des Landeskriminalamtes (LKA) „Ferrum“ (lateinisch für „Eisen“) und bei der Berliner Staatsanwaltschaft die neue Ermittlungsgruppe „Telum“ eingerichtet. Durch Razzien in Bars und an Treffpunkten soll die organisierte Kriminalität unter Druck gesetzt werden, um die Sicherheit in der Hauptstadt zu erhöhen.
Der Vorfall in der Hasenheide unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen für die Sicherheitsbehörden in Berlin. Die Polizei bleibt wachsam und ermittelt weiter, um solche Vorfälle aufzuklären und präventiv zu bekämpfen.



