SEK-Einsatz nach Pistolenbedrohung: Betrunkener greift Pizzaboten in Berlin-Hellersdorf an
Ein dramatischer Vorfall hat am Samstagnachmittag in Berlin-Hellersdorf für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. Ein 49-jähriger, stark alkoholisierter Mann bedrohte einen Pizza-Lieferanten mit einer scharfen Pistole, was zur Alarmierung von Spezialkräften des Sondereinsatzkommandos (SEK) führte.
Dramatische Flucht des Lieferanten
Der 42-jährige Pizzabote hatte gegen späten Nachmittag eine Bestellung in ein Wohnhaus in der Forster Straße ausgeliefert. Beim Verlassen der Wohnung traf er im Treppenhaus auf den offensichtlich betrunkenen 49-Jährigen, der plötzlich eine Pistole zog und den Lieferanten bedrohte. Der erschrockene Bote konnte sich durch sofortige Flucht in Sicherheit bringen und alarmierte umgehend die Polizei.
Großeinsatz der Spezialkräfte
Aufgrund der akuten Waffenbedrohung entsandte die Polizei sofort Einheiten des SEK zu der Adresse. Die Spezialkräfte durchsuchten die Wohnung des Verdächtigen und konnten den 49-Jährigen festnehmen. Bei der Durchsuchung wurden eine scharfe Schusswaffe sowie dazugehörige Munition sichergestellt.
Extreme Alkoholisierung des Täters
Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab bei dem Festgenommenen einen extrem hohen Wert von knapp 2,2 Promille. Laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen befindet man sich bei dieser Alkoholkonzentration bereits im Betäubungsstadium, was mit schweren Störungen des Gedächtnisses und der Orientierung einhergeht.
Rätselhafte Motive und Verfahren
Warum der stark alkoholisierte Mann den Pizza-Lieferanten bedrohte, bleibt vorerst unklar. Nach der Aufnahme der Personalien wurde der 49-Jährige zunächst wieder entlassen. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen der Bedrohung und dem Besitz der scharfen Waffe laufen jedoch weiter.
Der Vorfall unterstreicht die Gefahren, denen Lieferdienste im Alltag ausgesetzt sein können, und zeigt gleichzeitig die schnelle Reaktionsfähigkeit der Polizei bei bewaffneten Bedrohungslagen.



