Hansa Rostock dominiert Viertelfinale mit klarem 5:1-Erfolg
Der FC Hansa Rostock hat sich mit einem überzeugenden Auftritt den Einzug ins Halbfinale des Fußball-Landespokals gesichert. Vor 3500 Zuschauern im ausverkauften neu.sw-Stadion setzte sich der Drittligist beim 1. FC Neubrandenburg 04 mit einem deutlichen 5:1-Sieg durch und bewies dabei seine Überlegenheit auf dem Platz.
Neubrandenburg kämpft tapfer gegen den Favoriten
Der Verbandsligist aus Neubrandenburg verkaufte sich unter der Führung von Spielertrainer Daniel Nawotke teuer und machte dem favorisierten Rostocker Team das Leben zunächst schwer. „Wir wollen Hansa so lange wie möglich ärgern“, hatte Nawotke vor der Partie angekündigt, und seine Mannschaft folgte dieser Marschroute in der ersten Halbzeit. Trotz der frühen Führung durch Andreas Voglsammer in der 7. Minute und dem zweiten Treffer von Lukas Wallner in der 29. Minute blieb der FCN kämpferisch präsent.
Gregor Selow, Präsident des 1. FC Neubrandenburg 04, zeigte sich nach der Niederlage dennoch zufrieden: „Die Mannschaft hat es echt gut gemacht. Durch den Anschlusstreffer kurz nach der Halbzeitpause haben wir sogar noch für etwas Spannung sorgen können.“ Dieser Anschlusstreffer gelang Daniel Nawotke in der 49. Minute nach einem individuellen Fehler von Hansa-Torhüter Max Hagemoser.
Rostocks Offensive entscheidet das Spiel
Nach dem zwischenzeitlichen 1:2 übernahm Hansa Rostock jedoch wieder die Kontrolle und zeigte seine offensive Stärke. Andreas Voglsammer traf in der 66. Minute erneut, Maximilian Krauß erhöhte in der 72. Minute auf 4:1, und Emil Holten vollendete in der 90. Minute zum Endstand von 5:1. Die Rostocker Offensive erwies sich am Ende als zu stark für den tapfer kämpfenden Verbandsligisten.
Hansa-Trainer Daniel Brinkmann kritisierte jedoch die mangelnde Konsequenz seiner Mannschaft in der Chancenverwertung: „Zu diesem Zeitpunkt hätten wir bereits höher führen müssen, wir waren bei der Chancenverwertung aber leider nicht konsequent genug.“
Verletzung von Florian Carstens trübt den Erfolg
Der souveräne Halbfinaleinzug wurde jedoch von einer Verletzung getrübt. Abwehrspieler Florian Carstens zog sich bei der letzten Aktion des Pokalspiels eine Verletzung zu, deren Schwere noch nicht abschließend geklärt ist. Bei Hansa Rostock hofft man nun, dass der Defensivspieler nicht allzu lange ausfallen wird.
Der Halbfinalgegner für die Rostocker steht bereits fest: Am 29. April treten sie auswärts beim Regionalligisten Greifswalder FC an. Der GFC hatte sich im Viertelfinale bei der TSG Neustrelitz mit 3:1 nach Verlängerung durchgesetzt. Im anderen Halbfinale treffen der SV Pastow aus der Verbandsliga auf den FC Anker Wismar aus der Oberliga.
Positive Bilanz trotz Niederlage für Neubrandenburg
FCN-Präsident Selow zog eine positive Bilanz des Saisonhighlights: „Am Ende ging uns doch ein wenig die Kraft aus, was aber ganz normal ist, wenn ein Drittligist auf einen Verbandsligisten trifft. Wir können aber trotzdem stolz darauf sein, wie die Jungs sich verkauft haben. Gerade was die jungen Spieler abgeliefert haben, war wirklich gut.“
Organisatorisch zeigte sich Selow ebenfalls zufrieden: „Beim Einlass hat es geklappt, mit der neuen Tonanlage auch. Natürlich gibt es immer ein paar Dinge, die man besser machen kann. Gerade, wenn man solche Events nur gelegentlich und nicht regelmäßig ausrichtet. Aber insgesamt ist alles gut abgelaufen.“
Die Aufstellungen der beiden Teams:
- 1. FC Neubrandenburg 04: Haack – Langer, Feucht, Nawotke, Fassinger (85. Kruse), Lisch (69. Voß), Witte, Kühl (75. Schmidt), Schröder, Abrahams (85. Freyer), Bychkiv (75. Rieger)
- FC Hansa Rostock: Hagemoser – Ruschke, Wallner, Carstens, Neidhart – Kunze, Harenbrock (70. Lebeau), Dietze, Kinsombi – Voglsammer (70. Krauß), Hummel (70. Holten)
Die Ergebnisse der Viertelfinalpartien im Überblick:
- SV Pastow - FSV Bentwisch 5:1
- FC Förderkader Rene Schneider - FC Anker Wismar 0:4
- 1. FC Neubrandenburg 04 - FC Hansa Rostock 1:5
- TSG Neustrelitz - Greifswalder FC 1:3 n.V.



