Tragischer Unfall überschattet historische Wiedereröffnung
Die feierliche Wiedereröffnung des legendären Aztekenstadions in Mexiko-Stadt wurde am Samstagabend von einem tragischen Todesfall überschattet. Noch vor dem Anpfiff des WM-Testspiels zwischen Gastgeber Mexiko und Nations-League-Sieger Portugal (0:0) kam ein Fan bei einem Unfall ums Leben. Nach Angaben der lokalen Polizei war der betrunkene Besucher im VIP-Bereich von der Außenbrüstung des zweiten Stocks in das Erdgeschoss gestürzt. Die sofort eingeleiteten Rettungsversuche der anwesenden Sanitäter blieben leider erfolglos.
Historische Spielstätte nach langer Renovierung zurück
Das Aztekenstadion, das berühmte Austragungsort der WM-Finals von 1970 und 1986, war für umfangreiche Renovierungsarbeiten seit Mai 2024 geschlossen gewesen. Die historische Arena öffnete nun pünktlich zur anstehenden Weltmeisterschaft ihre Tore, bei der in dem Stadion insgesamt fünf Partien stattfinden werden. Dazu gehören drei Vorrundenspiele und zwei K.-o.-Runden-Begegnungen. Die WM in Mexiko, Kanada und den USA wird am 11. Juni 2026 genau in dieser Arena mit dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika beginnen.
Sportlich ereignisarmes Testspiel ohne Ronaldo
Das eigentliche Freundschaftsspiel bot den Zuschauern knapp zweieinhalb Monate vor Turnierbeginn nur wenige sportliche Höhepunkte. Beide Mannschaften mussten verletzungsbedingt auf zahlreiche Stammspieler verzichten. Besonders auffällig fehlte Superstar Cristiano Ronaldo, der seit Ende Februar mit einer Muskelverletzung im linken Oberschenkel ausfällt. Sein Vertreter Gonçalo Ramos verpasste in der 26. Minute die größte Torchance der Partie, als sein Schuss nur den Pfosten traf. Das Spiel endete torlos und hinterließ bei vielen Fans enttäuschte Erwartungen.
Weitere Gastgeberländer mit gemischten Ergebnissen
Neben Mexiko blieben auch die beiden anderen WM-Gastgeberländer USA und Kanada in ihren Testspielen sieglos. Die kanadische Nationalmannschaft benötigte trotz klarer Überlegenheit zwei Elfmeter von Jonathan David, um nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2 gegen Island zu erreichen. Die US-Amerikaner mussten dagegen eine herbe 2:5-Niederlage gegen Belgien hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino war der individuellen Qualität der Belgier deutlich unterlegen und zeigte defensive Schwächen, die vor der Heim-WM noch behoben werden müssen.
Die tragischen Ereignisse im Aztekenstadion werfen einen Schatten auf die Vorfreude zur Weltmeisterschaft und erinnern an die Verantwortung der Veranstalter für die Sicherheit aller Besucher. Gleichzeitig zeigen die Testspiele, dass alle drei Gastgeberländer noch erheblichen sportlichen Aufholbedarf haben, um bei der WM 2026 erfolgreich abschneiden zu können.



