Golf-Legende Tiger Woods nach erneutem Vorfall in Florida festgenommen
Der Golf-Superstar Tiger Woods hat das Gefängnis von Martin County im US-Bundesstaat Florida verlassen, nachdem er wegen eines Autounfalls und des Verdachts auf Fahruntüchtigkeit festgenommen worden war. Der 15-fache Major-Sieger verließ die Haftanstalt auf dem Beifahrersitz eines schwarzen Geländewagens, wirkte übermüdet und mit leerem Blick. Die sportliche Zukunft des bereits 50-jährigen Ausnahmesportlers ist nach diesem erneuten Zwischenfall offener denn je.
Details zum Unfallhergang und den Anschuldigungen
Laut Angaben des Sheriffs von Martin County, John Budensiek, war Woods nur wenige Stunden vor seiner Entlassung in einen Verkehrsunfall verwickelt, der sich in der Nähe seines Wohnorts auf Jupiter Island ereignete. Der Sheriff erklärte, dass ein Atemalkoholtest bei Woods zwar einen Wert von null angezeigt habe, der Golfstar jedoch einen Urintest verweigert habe. Woods sei wegen Fahruntüchtigkeit am Steuer und der Verweigerung eines Tests im Zusammenhang mit dem Unfall angeklagt worden.
„Wir glauben, dass sein lethargischer Zustand nach der Festnahme auf die Substanz zurückzuführen war, unter deren Einfluss er stand“, so Budensiek. Der Unfall habe sich ereignet, als Woods mit hoher Geschwindigkeit zum Überholen eines Fahrzeugs angesetzt habe, das gleichzeitig abbiegen wollte. Dabei streifte sein Geländewagen den Anhänger des anderen Fahrzeugs, kippte auf die Seite und schlitterte über die Fahrbahn. Woods blieb bei dem Vorfall unverletzt.
Erinnerungen an frühere Vorfälle und gesundheitliche Probleme
Der aktuelle Vorfall erinnert stark an ein Ereignis aus dem Jahr 2017, als Woods ebenfalls in Florida wegen des Verdachts auf Drogenmissbrauchs am Steuer festgenommen wurde. Damals begab sich der Golfstar in stationäre Behandlung und viele Insider prophezeiten bereits das Ende seiner Karriere. Doch Woods kämpfte sich zurück und feierte 2019 mit dem Gewinn seines fünften Masters-Titels eines der größten Comebacks der Sportgeschichte.
Die zahlreichen Verletzungen seines über die Jahre stark beanspruchten Körpers holten ihn jedoch immer wieder ein. Nach weiteren Operationen am Rücken und an den Knien folgte im Februar 2021 ein schwerer Autounfall in Los Angeles, bei dem Woods komplizierte Brüche am rechten Bein und Knöchel erlitt. Er lag drei Wochen im Krankenhaus und verbrachte danach nach eigenen Angaben weitere drei Monate im Krankenbett.
Fragliches Comeback bei den Masters in Augusta
In den vergangenen Wochen hatte Woods Gerüchte um ein Comeback bei den Masters in Augusta befeuert, die vom 9. bis 12. April stattfinden sollen. Der 50-Jährige hatte nach langer Verletzungspause erst kürzlich in der neuen Indoor-Liga Tomorrow's Golf League für Aufsehen gesorgt, als er dort überraschend einige Schläge machte.
„Dieser Körper… Er erholt sich nicht mehr so wie damals, als ich 24, 25 war. Das heißt nicht, dass ich es nicht versuche“, hatte Woods zuletzt erklärt. Mit Blick auf das Masters ergänzte er: „Ich möchte spielen, ich liebe das Turnier.“ Nach dem erneuten Vorfall erscheint eine Rückkehr in den Augusta National Golf Club als aktiver Spieler jedoch wenig realistisch.
Reaktionen und aktuelle Entwicklungen
Woods musste mindestens acht Stunden im Gefängnis verbringen, bevor er gegen Kaution freigelassen werden konnte. Weder er selbst noch sein Management haben sich bisher zu dem Unfall geäußert. Auch die PGA-Tour, für die Woods federführend mit einer Kommission an einer Zukunftsstrategie arbeitet, hat bislang keine offizielle Stellungnahme veröffentlicht.
Das aktuelle Polizeifoto von Woods, das seinen desolaten Zustand zeigt, hat die Fangemeinde des Golfstars erneut schockiert. Viele fragen sich nun, ob der Mann, der 683 Wochen an der Spitze der Weltrangliste stand, nach diesem erneuten Rückschlag noch einmal den Weg zurück auf den Golfplatz finden wird.



