Hansa Rostock zieht souverän ins Halbfinale ein
Der FC Hansa Rostock hat sich im Landespokal Mecklenburg-Vorpommern mit einem deutlichen 5:1-Erfolg gegen den 1. FC Neubrandenburg 04 für das Halbfinale qualifiziert. Die Hanseaten aus der 3. Fußball-Liga zeigten dabei über weite Strecken eine überzeugende Leistung, mussten jedoch eine kleine Schwächephase hinnehmen, die zu einem historischen Moment führte.
Serie ohne Gegentreffer wird beendet
Bis zu diesem Viertelfinalspiel war Hansa Rostock im laufenden Pokalwettbewerb noch ohne ein einziges Gegentor geblieben. Diese beeindruckende Serie wurde in der 52. Spielminute durch Daniel Nawotke, Spielertrainer des 1. FC Neubrandenburg, beendet. Nach einem Fehler von Hansa-Torhüter Max Hagemoser nutzte Nawotke die Chance zum 1:2-Anschlusstreffer und schrieb damit Pokalgeschichte.
Bis zu diesem Zeitpunkt sah alles nach einem routinierten Sieg der Rostocker aus. Andreas Voglsammer hatte in der 28. Minute die Führung erzielt, Lukas Wallner erhöhte kurz vor der Halbzeitpause auf 2:0. Der Treffer der Neubrandenburg war somit der erste Gegentreffer, den Hansa Rostock in dieser Pokalsaison hinnehmen musste.
Voglsammer und Einwechselspieler entscheiden das Spiel
Die kurzzeitige Unsicherheit nach dem Gegentor währte jedoch nicht lange. Bereits in der 65. Minute sorgte Andreas Voglsammer mit seinem zweiten Treffer des Tages für die beruhigende 3:1-Führung. Die anschließend eingewechselten Spieler Maximilian Krauß und Emil Holten vollendeten das Ergebnis mit weiteren Toren zum 5:1-Endstand.
FCN-Spielertrainer Daniel Nawotke, der bereits 2014 am sensationellen Sieg gegen Hansa Rostock beteiligt war, zeigte sich nach dem Spiel beeindruckt: „Die aktuelle Hansa-Mannschaft ist mit der damaligen keineswegs zu vergleichen. Die jetzige ist in der Breite und in allen Mannschaftsteilen einfach nur stark besetzt.“ Seine Einschätzung sollte sich im Spielverlauf bestätigen.
Weitere Halbfinalisten stehen fest
Bereits am Freitagabend hatten sich zwei weitere Teams für das Halbfinale qualifiziert:
- Der SV Pastow gewann mit 5:1 gegen den FSV Bentwisch
- Der FC Anker Wismar setzte sich mit 4:0 beim FC Förderkader Rene Schneider durch
Das letzte Viertelfinale wird am Sonntag in Neustrelitz ausgetragen, wo die TSG Neustrelitz aus der Oberliga auf den Regionalligisten Greifswalder FC trifft.
Der Weg ins Viertelfinale
1. FC Neubrandenburg 04:
- 1. Runde: 6:0 beim SV Rot-Weiß Trinwillershagen
- 2. Runde: 10:5 n. V. beim PSV Rostock
- 3. Runde: 4:2 n. V. beim Grimmener SV
- Achtelfinale: 3:0 bei der SG Warnow-Papendorf
FC Hansa Rostock:
- 1. Runde: Freilos
- 2. Runde: 17:0 beim SV Traktor Dargun
- 3. Runde: 15:0 gegen den SV Görmin (Heimspiel)
- Achtelfinale: 5:0 beim Penzliner SV
Damit setzt Hansa Rostock seine beeindruckende Pokalbilanz fort und bleibt einer der großen Favoriten auf den Landespokal-Titel in Mecklenburg-Vorpommern. Trotz des gerissenen Toresperre zeigte die Mannschaft die erwartete Dominanz und bereitet sich nun auf das Halbfinale vor.



