Füchse Berlin trotz Niederlage in Magdeburg optimistisch: „Leistung macht Mut“
Berlin • Die Füchse Berlin haben im Spitzenspiel der Handball-Bundesliga beim SC Magdeburg eine bittere 33:35-Niederlage hinnehmen müssen, doch Trainer Nicolej Krickau zieht ein überwiegend positives Fazit. „Insgesamt war das über weite Strecken eine super, super Leistung von uns. Wir müssen mitnehmen, was gut war“, sagte der Coach nach dem Match. Die Meisterschaft hatte der Titelverteidiger bereits vor dem Spiel als unrealistisch abgehakt, doch die gezeigte Performance gibt Anlass zur Hoffnung im Kampf um internationale Plätze.
Gute Phase bis in die Schlussminuten
Bis knapp elf Minuten vor Spielende lagen die Berliner beim Tabellenführer meist in Führung und konnten ihr Tempospiel erfolgreich durchsetzen. Zu Beginn der zweiten Hälfte baute das Team sogar eine Dreitorführung aus, die Hoffnungen auf einen Auswärtssieg nährte. „Die Leistung macht Mut“, betonte Krickau. Doch in der entscheidenden Schlussphase vermochten die Füchse der physischen Überlegenheit der Magdeburger nicht mehr standzuhalten. „Am Ende haben uns ein paar Dinge gefehlt. Es waren Kleinigkeiten, die den Ausschlag gegeben haben. Das Pendel hätte aber auch für uns ausschlagen können“, analysierte der Trainer die knappe Niederlage.
Champions-League-Platz weiter im Visier
Durch die Pleite sind die Füchse hinter die SG Flensburg-Handewitt auf Platz drei der Tabelle zurückgefallen und damit vorerst nicht mehr auf einem direkten Champions-League-Platz. Krickau zeigt sich davon jedoch unbeeindruckt: „Unruhig werde ich nur, wenn die Leistung nicht stimmen würde. Aber mit so einer Leistung wie gegen Magdeburg, habe ich auch das Vertrauen, dass wir das schaffen können.“ Der Trainer unterstrich, dass sein Team trotz des Rückschlags alles in den eigenen Händen halte und die Qualifikation für den europäischen Topwettbewerb weiterhin möglich sei.
Mögliche Revanche im Pokal oder Champions League
Ein baldiges Wiedersehen mit dem SC Magdeburg könnte den Füchsen bereits in dieser Saison bevorstehen. „Das hoffe ich sehr, auch wenn das wahnsinnig schwierig wird“, sagte Krickau zu dieser Perspektive. Konkret könnten sich beide Teams Mitte April im Halbfinale des DHB-Pokals gegenüberstehen, falls sie ihre jeweiligen Viertelfinalpartien gewinnen. Zudem ist ein weiteres Aufeinandertreffen im Final Four der Champions League denkbar, wo beide Mannschaften bereits in der vergangenen Saison im Endspiel standen – ein Match, das damals Magdeburg für sich entschied. Diese möglichen Duelle bieten den Berlinern die Chance, die jüngste Niederlage zu revidieren und ihre Ambitionen auf nationaler und internationaler Ebene zu untermauern.



