Seniorin in Bogenhausen fällt auf brutale Schockanruf-Lüge herein und verliert wertvollen Schmuck
Eine grausame und perfide Betrugsmasche hat eine Seniorin in Bogenhausen am Freitag, den 20. März, in Angst und Schrecken versetzt. Falsche Polizisten riefen die Frau an und erzählten eine erschütternde Lügengeschichte, um sie zur Übergabe von Schmuck und Luxusuhren im Wert von mehreren Zehntausend Euro zu bewegen. Der Schockanruf-Betrug, der erst später aufflog, zeigt erneut die kriminelle Dreistigkeit von Callcenter-Gaunern.
Die brutale Lüge: Ein angeblicher tödlicher Unfall mit einer Schwangeren
Kurz vor drei Uhr erhielt die Seniorin einen Anruf von einem Unbekannten, der sich als Polizist ausgab. Der falsche Beamte berichtete von einem angeblichen Verkehrsunfall, bei dem ihr Lebensgefährte eine rote Ampel überfahren und dabei eine schwangere Frau getötet habe. Diese grausame und emotional aufwühlende Geschichte war so glaubwürdig inszeniert, dass die Münchnerin sofort in Panik geriet. Der angebliche Polizist forderte eine Kaution von 75.000 Euro, um eine Inhaftierung ihres Partners zu verhindern.
Da die Seniorin kein Bargeld in dieser Höhe besaß, bot sie stattdessen Schmuck und hochwertige Uhren als Sicherheit an. Sie vereinbarte mit dem Betrüger ein Treffen um 18.30 Uhr zur Übergabe der Wertgegenstände. Pünktlich erschien ein Mann, der den Abholer mimte, bei der Frau in Bogenhausen.
Die Übergabe: Schmuck und Luxusuhren im Wert von Zehntausenden Euro
Die Seniorin übergab dem Abholer, der ein seriöses und gepflegtes Auftreten zeigte, ihren wertvollen Schmuck sowie teure Uhren. Der Gesamtwert der Gegenstände belief sich auf mehrere Zehntausend Euro. Nach der Übergabe verschwand der Täter spurlos im Bereich zwischen Kopernikusstraße, Mühlbaurstraße, Keplerstraße und Zaubzerstraße. Erst später am Tag, als sich der tatsächliche Lebensgefährte der Frau bei ihr meldete, wurde der Betrug offensichtlich.
Die Seniorin erstattete umgehend Anzeige bei der Polizei in Bogenhausen. Das Kommissariat 61 hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach dem Täter. Die Frau beschrieb den Abholer als etwa 50 Jahre alt, ungefähr 1,85 Meter groß, schlank, ohne Bart und Brille. Er sprach hochdeutsch und trug einen Pullover sowie eine beige-graue Jacke.
Polizei bittet um sachdienliche Hinweise
Die Polizei München ruft die Bevölkerung auf, bei Hinweisen zu dem Fall Kontakt aufzunehmen. Sachdienliche Informationen können unter der Telefonnummer 089/29100 oder in jeder Polizeidienststelle gemeldet werden. Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit, bei unerwarteten Anrufen von angeblichen Behörden stets skeptisch zu sein und im Zweifelsfall direkt bei der offiziellen Polizei nachzufragen.
Schockanruf-Betrüger nutzen oft emotionale Geschichten, um ihre Opfer in die Enge zu treiben und zu erpressen. Seniorinnen und Senioren sind dabei besonders gefährdet, da sie häufig vertrauensseliger agieren. Die Polizei empfiehlt, niemals Wertgegenstände oder Geld an unbekannte Personen zu übergeben, ohne die Identität des Gegenübers zweifelsfrei zu überprüfen.



