Prozess gegen Sohn der norwegischen Kronprinzessin: Marius Borg Høiby bleibt in Untersuchungshaft
Seit Februar läuft der Prozess gegen Marius Borg Høiby, den ältesten Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, der unter anderem wegen mehrfacher Vergewaltigung angeklagt ist. Das zuständige Gericht in Oslo hat nun seinen Antrag auf Freilassung aus der Untersuchungshaft abgelehnt, da eine hohe Wiederholungsgefahr bestehe. Dies berichten die Nachrichtenagentur dpa und die »Bild«-Zeitung übereinstimmend.
Gründe für die Ablehnung der Freilassung
Mitten in dem Vergewaltigungsprozess hatte Høiby zuvor die Freilassung beantragt. Seine Anwältin argumentierte, es bestünde keine Wiederholungsgefahr. Das Gericht sah dies jedoch anders und verwies auf das Verhalten des 29-Jährigen. Kurz vor dem Start der Verhandlung Anfang Februar war Høiby erneut festgenommen worden, weil er gegen das Kontaktverbot in Bezug auf eine Ex-Freundin verstoßen und sich rücksichtslos verhalten haben soll. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.
Hintergründe des Falls
Die Ex-Freundin ist eines der mutmaßlichen Opfer in dem Verfahren. Ein Vorfall in ihrer Wohnung hatte die Ermittlungen gegen den Sohn der Kronprinzessin im August 2024 ausgelöst. In der Beziehung zu der Frau soll Høiby mehrfach gewalttätig geworden sein. Trotzdem hatten sich die beiden bis kurz vor Prozessbeginn regelmäßig gesehen, was die Situation zusätzlich verkompliziert.
Der Prozess läuft noch bis zum 19. März, wann das Urteil verkündet wird, ist jedoch noch unklar. Interessant ist, dass Marius Borg Høiby vor Gericht das Wort ergreift und sich selbst als Opfer sieht, was die Dynamik des Verfahrens weiter prägt. Die Öffentlichkeit verfolgt den Fall mit großer Aufmerksamkeit, da er das norwegische Königshaus in ungewöhnlicher Weise betrifft.



