Sprayer-Aktion legt Bahnverkehr bei München lahm: Hunderte Fahrgäste sitzen fest
In einem besonders dreisten Vorfall haben Graffiti-Sprayer am frühen Abend des 2. März 2026 den Bahnverkehr im Raum München massiv gestört. Die Bundespolizei wurde gegen 17 Uhr alarmiert, nachdem Sprayer im Gleisbett bei Mammendorf vor Pasing, der Endhaltestelle der S3, entdeckt wurden. Daraufhin kam der Zugverkehr in diesem Bereich völlig zum Erliegen.
Massive Verzögerungen für Fern- und Regionalzüge
Die Deutsche Bahn sagte zeitweise bis zu zwei Stunden Verzögerung voraus, was Hunderte bis tausende Fahrgäste in Fernzügen, Regionalzügen und S-Bahnen betraf. Ein Reporter der AZ, der sich in einem der betroffenen ICEs befand, berichtete von den chaotischen Zuständen. Fahrgäste saßen vor und hinter Mammendorf fest und mussten lange Wartezeiten in Kauf nehmen.
Zum Glück entpuppte sich die anfängliche Prognose als etwas überzogen. Gegen 18.10 Uhr meldete die Bundespolizei, dass der Verkehr von Fernzügen und S-Bahnen wieder aufgenommen wurde. Dennoch berichten Reisende von Verspätungen ihrer Züge durch das Ereignis von bis zu anderthalb Stunden.
Sprayer entkommen der Polizei
Die gesichteten Sprayer konnten jedoch nicht gefasst werden und sind vorerst über alle Berge. Die Fahndung durch die Bundespolizei läuft weiter. Dieser Vorfall zeigt, wie schnell illegale Aktionen im Gleisbett den gesamten Bahnverkehr lahmlegen können.
Während man bei Graffiti-Sprayern oft vermummte Personen bei Nacht und Nebel im Sinn hat, handelten die Täter in diesem Fall am helllichten Tag. Ihre Aktion führte zu erheblichen Beeinträchtigungen für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr in der Region München.



