Sprengstoffexperten in Sachsen-Anhalt: 423 Einsätze im Jahr 2025 verzeichnet
Sprengstoffexperten: 423 Einsätze in Sachsen-Anhalt 2025

Sprengstoffexperten in Sachsen-Anhalt verzeichnen steigende Einsatzzahlen

Die Spezialisten der Polizei in Sachsen-Anhalt für gefährliche Funde waren im vergangenen Jahr deutlich häufiger im Einsatz. Die für sogenannte unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen (USBV) zuständige Gruppe der Landespolizei rückte 2025 zu insgesamt 423 Einsätzen aus, wie das Innenministerium in Magdeburg mitteilte. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2024 noch 410 Einsätze und im Jahr 2023 lediglich 368. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung dieser hochspezialisierten Einheit.

Schwerpunkt der Arbeit: Untersuchung und Dokumentation von Sprengstoffen

Der Schwerpunkt der Tätigkeiten lag auf der Untersuchung von explosionsgefährlichen Stoffen sowie deren kriminaltechnischen Auswertung. In 128 Fällen übernahmen die Experten entsprechende Asservate aus Polizeidienststellen, die sie fachgerecht untersuchten und dokumentierten. Darunter befanden sich industrielle Pyrotechnik sowie selbst hergestellte Gegenstände mit einem Gesamtgewicht von bis zu 400 Kilogramm. Diese umfangreiche Menge an Sprengmaterial verdeutlicht die potenziellen Gefahren, mit denen die Beamten konfrontiert sind.

Besonders riskante Einsätze: Entschärfung und Spurensicherung

Zu 26 Einsätzen wurde die Gruppe gerufen, um unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtungen zu sichern und zu entschärfen – eine Aufgabe mit besonderem Risiko. Zusätzlich unterstützten die Fachkräfte in zehn Fällen die Spurensicherung nach Sprengungen von Geld- und Warenautomaten. Neun Einsätze betrafen den Fund militärischer Sprengstoffe oder Kampfmittel, was die Vielfalt der Herausforderungen unterstreicht.

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Hochspezialisierte Ausbildung und Anerkennung durch die Politik

Die Entschärfer der USBV-Gruppe sind ausgebildete Polizeibeamte, die eine 31-wöchige Spezialausbildung absolvieren. Regelmäßige Fortbildungen und eine hohe körperliche Belastbarkeit, beispielsweise für Einsätze im Bombenschutzanzug, sind essentielle Voraussetzungen für diese gefährliche Arbeit. Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) würdigte den Einsatz der Spezialkräfte und betonte, dass es sich um eine Aufgabe mit besonderem Risiko zum Schutz der Bevölkerung handelt. Ihre Anerkennung unterstreicht die Wichtigkeit dieser Einheit im Kampf gegen kriminelle Aktivitäten.

Die steigenden Einsatzzahlen in Sachsen-Anhalt zeigen, dass die Nachfrage nach solchen Spezialisten kontinuierlich wächst. Mit ihrer Expertise tragen sie maßgeblich zur öffentlichen Sicherheit bei und bewältigen dabei stets neue und komplexe Herausforderungen.

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